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Tödliches Drama nahe Thessaloniki: Giftwolken nach Flugzeugabsturz

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Von Euronews mit dpa, AP
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Bei Tagesanbruch war zu erkennen: Nur Trümmer sind übrig geblieben
Bei Tagesanbruch war zu erkennen: Nur Trümmer sind übrig geblieben   -   Copyright  Giannis Papanikos/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Beim Absturz eines ukrainischen Frachtflugzeugs im Nordosten Griechenlands sind wahrscheinlich alle acht Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Die Piloten hatten nach einem Triebwerkausfall eine Notlandundg auf dem Flughafen von Kavala beantragt, schafften es aber nicht mehr dorthin. 

Die Maschine vom Typ Antonow An-12 zerschellte zwischen zwei Dörfern auf unbewohntem Gebiet. Sie hatte 12 Tonnen toxisches Material und möglicherweise Waffen geladen.

An der Absturzstelle bildeten sich beißende Dämpfe. Mehrere Feuerwehrleute mussten mit Atemwegsproblemen in Kliniken gebracht werden. Welche konkreten Gesundheitsgefahren vom Brand ausgehen, ist noch nicht bekannt.

Notfall-SMS an Bevölkerung

Der Bürgermeister von Paggaio, Filippos Anastasiadis, erläuterte das Notfallprogramm: "Nach einer Sitzung des Koordinierungsausschusses und in Abstimmung mit dem Generalsekretär der Katastrophenschutzbehörde wird eine Notfall-SMS an die Bewohner der beiden Siedlungen Antifilippi und Palaiochori verschickt bzw. ist bereits verschickt worden, in der sie aufgefordert werden, die Fenster geschlossen zu halten und die Klimaanlagen auszuschalten."

Die Absturzstelle liegt in Meeresnähe zwischen Thessaloniki und Kavala.

Auf einem Amateurvideo ist zu erkennen, dass die Antonow bereits in der Luft in Flammen stand. 

Das Flugzeug war auf dem Weg von der serbischen Stadt Nis in die jordanische Hauptstadt Amman. Es zerschellte rund 40 Kilometer vom Flughafen Kavala entfernt zwischen den Dörfern Palaiochori and Antifilippi unweit des Meeres.