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Bundeswehr-Reservist: Spionierte er aus Zuneigung zu Russland?

Der Angeklagte (rechts im Bild) und sein Verteidiger
Der Angeklagte (rechts im Bild) und sein Verteidiger Copyright ZDF / EVN
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Von euronews
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Offenbar führte er seine Tätigkeit unentgeltlich aus. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine bis zu zehnjährige Freiheitsstrafe.

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In Düsseldorf hat der Prozess gegen einen Bundeswehr-Oberstleutnant der Reserve wegen möglicher geheimdienstlicher Agententätigkeit begonnen.

Dem 65-Jährigen aus Erkrath wird vorgeworfen, an Russland unter anderem Daten über hochrangige Bundeswehr-Persönlichkeiten, die Bundeswehr-Reserveeinheiten, Einzelheiten über Pläne zum Umgang mit Notlagen sowie Auswirkungen der 2014 beschlossenen Sanktionen gegen Russland und der Gasfernleitung Nord Stream 2 weitergegeben zu haben.

„In Kontakt mit dem russischen militärischen Nachrichtendienst GRU"

Gerd Kaiser, Bundesanwalt beim Bundesgerichtshof, erläuterte: „Der Angeklagte stand nach unseren Erkenntnissen über mehrere Personen, insbesondere in der russischen Botschaft in Berlin, in Kontakt mit dem russischen militärischen Nachrichtendienst GRU. Diese Kontakte waren gelegentlich persönlicher Art, meistens erfolgten sie aber per E-Mail. (...) Auffällig war nur, dass er wiederholt Einladungen zu offiziellen Veranstaltungen russischer Stellen bekommen hat."

Datenweitergabe offenbar unentgeltlich

Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass der hauptberuflich als Verkaufsleiter in der Privatwirtschaft beschäftigte Angeklagte aus Zuneigung zu Russland handelte. Offenbar erfolgte die Datenweitergabe unentgeltlich. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine bis zu zehnjährige Freiheitsstrafe.

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