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Taliban verteidigen sich gegen Kritik an Hochschulverbot für Frauen

Die Taliban hat Frauen mit sofortiger Wirkung vom Universitätsunterricht ausgeschlossen.
Die Taliban hat Frauen mit sofortiger Wirkung vom Universitätsunterricht ausgeschlossen. Copyright Ebrahim Noroozi/Copyright 2022 The AP. All rights reserved.
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Von Euronews, mit AP und dpa
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Der Bildungs-Minister in der Taliban-Regierung hat die Entscheidung, ein Hochschulverbot für Frauen zu verhängen, verteidigt. Gemeinsamer Unterricht für Männer und Frauen sei gegen die Scharia. Kritik an dieser Entscheidung gab es weltweit, auch von führenden islamischen Ländern.

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Der Minister für Höhere Bildung in der Taliban-Regierung, Nida Mohammad Nadim, verteidigte sich in einem Fernsehinterview gegen die Kritik an dieser Entscheidung.

"Vierzehn Monate nach der Hidschab-Verordnung haben sich Frauen nicht drangehalten, sie hatten sich weiterhin geschminkt und trugen Kleider als gingen sie auf Hochzeitfeiern,“ sagte Nadim. "Das andere Problem war, dass in den meisten Universitäten Frauen und Männer zusammen waren. Und dieses System ging weiter, was nach der islamischen Schari'a nicht erlaubt ist."

Am Donnerstag demonstrierten Dutzende Frauen in der Hauptstadt Kabul gegen das Univerbot. Auch mehrere islamische Länder, darunter Saudi-Arabien, Iran und Pakistan kritisierten die Taliban scharf für die Entscheidung.

In den letzten Monaten haben die Taliban immer wieder ihr Versprechen gebrochen, die Rechte von Frauen und Minderheiten zu achten.

Nach ihrer Machtübernahme im August 2021 war Frauen der Hochschulbesuch unter strengen Auflagen zunächst noch erlaubt. Vorlesungen fanden mit Geschlechtertrennung weiter statt.

Schulbildung war für Mädchen von den Islamisten wenige Monate nach ihrer Machtübernahme bereits eingeschränkt worden. Aktuell können sie nur mehr bis zur 6. Klasse die Schule besuchen.

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