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Internationales Schachturnier: Zwei Iranerinnen spielen ohne Kopftuch

Die iranischen Schachspielerinnen Atousa Pourkashiyan (im Bild) und Sara Khadem haben bei ihrer Teilnahme an einem Turnier in Kasachstan auf das Kopftuch verzichtet
Die iranischen Schachspielerinnen Atousa Pourkashiyan (im Bild) und Sara Khadem haben bei ihrer Teilnahme an einem Turnier in Kasachstan auf das Kopftuch verzichtet Copyright from AP video
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Von Euronews, AP, AFP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Aus Solidarität mit der Protestbewegung und als Zeichen des Widerstands gegen den Kopftuchzwang in ihrer Heimat sind zwei bekannte Schachspielerinnen aus dem Iran bei einem internationalen Turnier in Kasachstan unverschleiert aufgetreten.

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Bei einem internationalen Schachturnier in der kasachischen Stadt Almaty sind zwei iranische Teilnehmerinnen ohne Kopftuch aufgetreten. Die beiden Frauen sind die 25-jäghrige Sara Khadem, die den Titel "Großmeister der Frauen" trägt, und die 34-jährige Atousa Pourkashiyan, die mehrfache iranische Landesmeisterin der Frauen ist.

Die Weltmeisterschaft im Schnell- und Blitzschach des Weltschachverbades FIDE findet in diesem Jahr in Kasachstan statt.

Die beiden Schachspielerinnen schlossen sich damit einer breiteren Bewegung von prominenten iranischen Persönlichkeiten an, die sich seit Monaten den strengen Kleidervorschriften in der islamischen Republik widersetzen und mit der Protestbewegung gegen das iranische Regime solidarisieren.

Der Direktor des iranischen Schachverbandes, Hassan Tamini, sagte gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur Fars zur Teilnahme Khadems am Turnier: "Diese Schachspielerin hat privat und auf eigene Kosten an dem Turnier teilgenommen."

Iranische Frauen sind verpflichtet, die Kleiderordnung der Islamischen Republik einzuhalten, hauptsächlich durch Kopfbedeckung, auch wenn sie ihr Land bei internationalen Veranstaltungen vertreten.

Auslöser der landesweiten Demonstrationen war der Tod der iranischen Kurdin Jina Mahsa Amini. Die junge Frau starb mitte September in Polizeigewahrsam, nachdem sie von den sogenannten Sittenwächtern wegen Verstoßes gegen die islamischen Kleidungsvorschriften festgenommen worden war. Die darauffolgenden Proteste entfachten sich wie ein Lauffeuer und stürzten die Islamische Republik in die schwerste politische Krise seit Jahrzehnten.

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