Nach Schießerei in Paris: Trauerfeier für die kurdischen Opfer

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Von Euronews  mit AFP
Der Sarg ist in die Fahne der Arbeiterpartei Kurdistans gehüllt.
Der Sarg ist in die Fahne der Arbeiterpartei Kurdistans gehüllt.   -   Copyright  BERTRAND GUAY/AFP

In dem Pariser Vorort Villier-le-Bel versammelten sich am Dienstag tausende Mitglieder der kurdischen Gemeinschaft zu einer Beerdigung der drei Kurd:innen, die vor Weihnachten bei einer rassistisch motivierten Schießerei im Herzen von Paris getötet worden waren.

Am Mittag zogen die Särge von Abdurrahman Kızıl, Mîr Perwer, und Emine Kara eingehüllt in die Flaggen der Arbeiterpartei Kurdistans und dem kurdischen Gebiet Rojava durch eine dichte Menschenmenge in eine eigens dafür angemietete Festhalle.

Viele zweifeln an einer Einzeltat

Viele Kurd:innen glauben nicht an einen rassistisch motivierten Einzeltäter und vermuten einen "terroristischen" Akt der Türkei.

Vor zehn Jahren waren drei kurdische Aktivistinnen in Paris ermordet worden, auch in diesem Fall wird der türkische Geheimdienst verdächtigt.

Trauernde aus ganz Europa

Tausende, die nicht in den Saal gelangen konnten, verfolgten die Zeremonie auf Großbildschirmen, die auf einem Parkplatz aufgestellt waren.

"Wir sind hier, weil es unsere Pflicht ist, es ist ein Kampf, den unsere Eltern viele Jahre lang geführt haben und den wir fortsetzen müssen", gab eine der Anwesenden an: "Man hat den Eindruck, dass sie alles tun, um uns zu zerschlagen, sei es hier oder in der Türkei."

Aus ganz Frankreich und sogar aus anderen europäischen Ländern waren Kurd:innen angereist, um an der Beerdigung teilzunehmen.