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Gefängnis der Superlative - so sagt El Salvador kriminellen Banden den Kampf an

Polizei in El Salvador
Polizei in El Salvador Copyright Salvador Melendez/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
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Von Andrea Büring
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Ein Megagefängnis soll El Salvador sicherer machen. Dass das klappt, bezweifeln NGOs im In- und Ausland.

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Die Regierung von El Salvador hat eines der größten Gefängnisse Lateinamerikas eröffnet. Das so genannte "Terrorismus-Eindämmungszentrum" hat Platz für 40.000 Häftlinge, vor allem Bandenmitglieder:innen sollen hier inhaftiert werden.

Das Gefängnis liegt in einer ländlichen Gegend von Tecoluca, rund 70 Kilometer von der Hauptstadt entfernt und ist nach höchsten Sicherheitsstandards ausgrichtet. Verlassen werden die Insassen ihre Zellen nur, wenn sich in einem Videokonfrenzraum an Anhörungen teilnehmen.

El Salvador hat ein großes Problem mit Bandenkriminalität. Um die Straftaten besser zu ahnden, verhängte das Parlament im vergangenen Jahr den Notstand. Zuvor waren an einem Tag allein 62 Menschen getötet worden.

Nach Meinung von Kritiker:innen lösen jedoch weder der Notstand noch ein Megagefängnis die Sicherheitsprobleme des Landes auf lange Sicht. Nationale und internationale NGOs prangerten angebliche massive Unregelmäßigkeiten in den Verfahren, extreme Überbelegung der Gefängnisse und Todesfälle in der Obhut der Behörden an.

Offiziellen Angaben zufolge wurden seit der Verhängung des Ausnahmezustands 62.975 Menschen inhaftiert. Mindestens 3.313 von ihnen wurden nach Angaben der Behörden wieder freigelassen, weil eine Verbindung zu den Banden nicht nachgewiesen werden konnte.

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