Japan: G7-Umweltminister feilschen um Klimastrategie

In Sapporo, Japan, diskutieren die G7-Staaten Strategien zur Eindämmung des Klimawandels
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Von Euronews
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Auf dem G-7-Gipfel in Deutschland hatten sich die Länder das Ziel gesetzt, bis 2035 eine vollständig oder überwiegend dekarbonisierte Stromversorgung zu erreichen. Doch viele der Maßnahmen greifen zu kurz.

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Die Energie- und Umweltminister der G7-Staaten haben in Sapporo, im Norden Japans, ihre Diskussion zur Eindämmung der globalen Erwärmung fortgesetzt.

Bei den Gesprächen geht es unter anderem um die mehr oder weniger ehrgeizigen Verpflichtungen einzelner Staaten in Bezug auf fossile Brennstoffe - ein umstrittenes Thema, bei dem es große Differenzen gibt. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges ist strittig, wie und wie schnell die Kohlendioxidemissionen herabgeschraubt werden sollen, um eine Energiesicherheit zu wahren. 

"Wir stehen vor der Herausforderung, Reformen zur Bewältigung des Klimawandels voranzutreiben (...) und gleichzeitig Energiesicherheit zu gewährleisten", erklärte Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura den Ministern zu Beginn des Treffens.

Der Klimabeauftragte des US-Präsidenten, John Kerry, sagte am Rande des Treffens, die G7 seien in einer starken Position, um bei den Bemühungen des Klimawandels eine Führungsrolle einzunehmen.

Aber es bestehen weiterhin Differenzen darüber, wie und wie schnell die Kohlendioxidemissionen beendet werden sollen, vor allem in einer Zeit, in der der Krieg in der Ukraine die Sorge um die Energiesicherheit verstärkt hat, was diese Bemühungen erschwert.

Die Gespräche in Sapporo werden sich auch mit dem Verlust der Artenvielfalt und anderen globalen Herausforderungen befassen. Der Klimawandel steht jedoch ganz oben auf der Tagesordnung der Klausurtagung. 

Auf dem G-7-Gipfel in Deutschland 2022 hatten sich die Länder das gemeinsame Ziel gesetzt, bis 2035 eine vollständig oder überwiegend dekarbonisierte Stromversorgung zu erreichen.

Während die Emissionen in den G-7-Staaten,  insbesondere in Europa, stagnieren oder leicht rückläufig sind, ist der weltweite Ausstoß angestiegen, besonders in zunehmend wohlhabenden Volkswirtschaften wie Indien und China.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, hatte kürzlich ein Ende des Abbaus fossiler Brennstoffe und einen Ausstieg reicher Länder aus Kohle, Öl und Gas bis 2040 angemahnt.

Zu den G7-Staaten zählen Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, die USA und das Vereinigte Königreich.

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