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Wieder Fischsterben in der Oder: Liegt es an der Goldalge?

Tote Fische in der Oder (Aufnahme vom 11. 8. 2022)
Tote Fische in der Oder (Aufnahme vom 11. 8. 2022) Copyright Frank Hammerschmidt/dpa via AP
Copyright Frank Hammerschmidt/dpa via AP
Von euronews
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Im deutsch-polnischen Grenzfluss Oder sind im Bereich des Gleiwitzkanals seit Anfang Juni zahlreiche verendete Fische entdeckt worden. Im vergangenen Jahr hatte das Fischsterben in der Oder beispiellose Ausmaße angenommen.

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Im deutsch-polnischen Grenzfluss Oder sind im Bereich des Gleiwitzkanals seit Anfang Juni zahlreiche verendete Fische entdeckt worden. Im vergangenen Jahr hatte das Fischsterben in der Oder beispiellose Ausmaße angenommen. Damals wurde die giftige Goldalge als Ursache ermittelt.

Bürgerinitiative: Viele Muscheln ausgestorben

Krzysztof Smolnicki, Mitglied der Bürgerinitiative „Rettet die Oder", erläutert: „Unsere Fachleute sind auf dem Fluss und entnehmen Wasserproben, aber auch Muscheln und Fische. Es gibt schlechte Nachrichten: Der Fischbestand ist um die Hälfte zurückgegangen. Viele Muscheln sind ausgestorben. Die Lösung ist, den Salzgehalt zu verringern. Das können wir beeinflussen. Einfluss auf die Trockenheit, das Wetter und die hohen Temperaturen haben wir nicht, aber wir können den Salzgehalt beeinflussen, und dann im nächsten Schritt müssen wir den Fluss müssen wir den Fluss renaturieren."

Regierung hat Arbeitsgruppe eingerichtet

Die polnische Regierung hat eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die ergründen soll, wie man der Goldalge am besten zu Leibe rücken könnte. „Die Arbeitsgruppe hat der Überwachungsstelle der Regierung mehrere Empfehlungen übermittelt: Darunter die Abtrennung der toten Arme der Oder, wo die Goldalge möglicherweise günstigere Bedingungen für ihre Vermehrung vorfindet. Eine weitere Schwierigkeit sind bestimmte Filter, die den Abfluss des Wassers aus den toten Armen in den Hauptstrom verhindern", so Aleksander Brzoska, Sprecher des polnischen Umweltministeriums.

Umweltschutzverbände sind mit dem Vorgehen der Regierung nicht einverstanden und beziehen ihre Vorhaltungen nicht nur auf den Umgang mit der Goldalge.

„Der Zustand der Flüsse in Polen ist schlecht. 98 % der Flüsse sind in schlechtem Zustand", sagt die Umweltschützerin Agata Szafraniuk. „Es scheint, dass dieses Rechtssystem nicht richtig funktioniert. Die Zuständigkeiten sind unklar. Es gibt zahlreiche Behörden, die sich mit der Bewirtschaftung von Flüssen befassen, aber sie sprechen sich nicht ab, es gibt auch keine wirksame Überwachung der Genehmigungen, die regeln, was, wann und in welcher Menge in die Flüsse eingeleitet werden darf. Dieses Gesetz geht nicht die grundlegenden Probleme an. Außerdem ist es auch deshalb nicht sinnvoll, weil es mehr als 50 Vorhaben wie hydrotechnische Anlagen wie Stauwerke und Dämme vorsieht. Solche Wassersperranlagen, die die Oder abschneiden, haben nichts mit ihrer Renaturierung zu tun", meint Szafraniuk.

euronews-Mitarbeiterin Magdalena Chodownik berichtet: „Die bevorstehende Sommererhitze und die steigenden Temperaturen werden höchstwahrscheinlich zu weiteren Algenblüten führen, die nachteiligte Auswirkungen auf die Fische in den polnischen Flüssen haben werden."

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