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Extremwetter: Kroatien wartet auf die große Flutwelle aus Slowenien

Rauchschwaden über dem Platz mit der Marienstatue im Wallfahrtsort Fátima, 05. August 2023.
Rauchschwaden über dem Platz mit der Marienstatue im Wallfahrtsort Fátima, 05. August 2023. Copyright AFP/CARLOS COSTA
Copyright AFP/CARLOS COSTA
Von Euronews mit dpa
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Extremwetter: Kroatien wartet auf die große Flutwelle aus Slowenien

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Wassermassen oder große Hitze und Trockenheit - in mehreren Teilen Europas wüten derzeit Extremwetter. 

Besonders schlimm trifft es Slowenien getroffen. Von der Umgebung abgeschnittene Orte, Lebensmittel per Hubschrauber - das Adria-Land leidet unter den schlimmsten Überschwemmungen und Erdrutschen seit mehr als drei Jahrzehnten.

Tote und Vermisste in Slowenien

Sloweniens Polizei ermittelte in vier Todesfällen, ob ein Zusammenhang mit den Unwettern bestehe. Am Ufer der angeschwollenen Save in der Hautptstadt Ljubljana wurde am Samstag die Leiche eines Mannes gefunden. Am Vortag waren drei Menschen wahrscheinlich wegen der Unwetter ums Leben gekommen. 

Zwei der Todesopfer sind niederländische Bergsteiger, die möglicherweise tödliche Blitzschläge beim Wandern erlitten hatten. Fünf weitere Niederländer werden in Slowenien vermisst, hieß es aus dem Außenministerium in Den Haag.

Ministerpräsident Robert Golob zufolge seien "die wahrscheinlich größten Schäden durch eine Naturkatastrophe in der Geschichte des (seit 1991) unabhängigen Sloweniens" entstanden.  Der Gesamtschaden werde voraussichtlich 500 Millionen Euro übersteigen, schätzte er. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sicherte Slowenien Hilfe zu. Die Schäden in dem Adria-Land seien "herzzerreißend", twitterte sie. 

In Dravograd nahe der Grenze zu Österreich mussten nach einem Erdrutsch am Samstag 110 Menschen, darunter 30 Touristen, in Sicherheit gebracht werden. Dort drohte ein weiterer Erdrutsch. Der Ort liegt am Zusammenfluss der drei anschwellenden Flüsse Drau, Meze und Mislinje.

Kroatien wartet auf die Flutwelle

In Serbien und Kroatien herrschen starke Regenfälle, Hagel und Stürme, in einigen Gemeinden wurden Häuser überflutet und Menschen evakuiert. Aber das dicke Ende kommt hier wahrscheinlich noch, denn Kroatien bereitet sich auf eine hohe Flutwelle vor, die aus den Flüssen des Nachbarlandes Slowenien kommt. 

Vereinzelt mussten auch hier bereits Menschen gerettet werden. Mehrere Gemeinden errichteten vorsichtshalber Dämme aus Sandsäcken. Betroffen war teilweise auch die Adria-Küste. In Split mussten nach Sturm und Starkregen Fahrzeuge aus überschwemmten Straßen in Sicherheit gebracht und Keller ausgepumpt werden.

Weil Autobahnen und Ausweichstraßen teils wegen der Überschwemmungen gesperrt waren, kam es am Samstagmorgen zu Staus auf den wichtigsten Transitrouten für Kroatien-Urlauber. Die Behörden empfahlen, Fahrten nach oder durch den Norden Sloweniens zu verschieben.

Schwere Unwetter in Österreich - Einsatzkräfte im Dauereinsatz

Auch in den südlichen österreichischen Bundesländern Kärnten und Steiermark drohen nach neuen heftigen Regenfällen weitere Überschwemmungen. Vorsorglich wurden Campingplätze geräumt. Mehr als 2.500 Feuerwehrleute waren in jedem der Bundesländer im Einsatz, dazu Dutzende Soldaten.

In Lavamünd gerieten völlig durchnässte Hänge ins Rutschen und bedrohten Wohnhäuser. In Leibnitz in der Steiermark wurde ein Seniorenheim vorsorglich geräumt. In einer anderen Ortschaft wurden Menschen mit Booten aus ihren Häusern abgeholt und in Sicherheit gebracht. Im südlichen Burgenland hat sich die Lage nach den jüngsten Niederschlägen entspannt.

Hitze und Feuer in Spanien und Portugal - Rauch über Fátima

In der spanischen Region Katalonien kämpfen Feuerwehrleute weiter gegen die lodernden Waldbrände, die bisher über 430 Hektar Land verwüstet haben. Mehr als 130 Menschen wurden aus dem Küstengebiet evakuiert.

In Portugal gehen Feuerwehrleute gegen Waldbrände in Castelo Branco im Zentrum des Landes vor. Die Rauchwolken waren selbst im Wallfahrtsort Fátima nördlich der Hauptstadt zu sehen, wo Papst Franziskus zum Weltjugendtag eine Messe gefeiert hat.

Portugals staatlicher Wetterdienst hat eine Hitzewarnung der Stufe "Rot" herausgegeben und die Pilger:innen, die am katholischen Weltjugendtag teilnehmen, gewarnt, viel Wasser zu trinken.

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