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Abzug aus Belarus? Wagner-Söldner "erfahren erst im letzten Moment, wohin es als Nächstes geht"

Wagner-Lager in Tsel nahe der belarussischen Stadt Assipowitschy
Wagner-Lager in Tsel nahe der belarussischen Stadt Assipowitschy Copyright Alexander Zemlianichenko/AP Photo
Copyright Alexander Zemlianichenko/AP Photo
Von Euronews mit ISW
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Seit eine russische Insiderquelle behauptet hat, Wagner-Kräfte führten die erste Phase ihres Rückzugs aus Belarus durch, grassieren wilde Spekulationen. Der neueste Stand laut ISW.

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Die Wagner-Gruppe ist nach Angaben des Institute for the Study of War weiterhin in Militäranlagen in Belarus präsent. Ob ein mutmaßlicher Rückzug aus Belarus stattfinde sei jedoch weiterhin "unklar".

In seinem jüngsten Update zum Ukraine-Krieg berichtet das ISW von aktuellen Satellitenbildern, die eine "beträchtliche Anzahl von Fahrzeugen" im Wagner-Lager in Tsel nahe der belarussischen Stadt Assipowitschy zeigen. 

Spekulationen über einen Abzug seien "Hirngespinste"

Sie könnten sogar darauf hinweisen, dass zwischen dem 1. und 9. August weitere Fahrzeuge in der Basis angekommen sind.

Das ISW sagt aber auch, dass es bislang keinen Hinweise gebe, die die jüngsten Spekulationen vom 8. August widerlegen, wonach Wagner 500 bis 600 Wagner-Söldner mit Bussen aus Belarus in die Region Krasnodar und die Oblaste Woronesch und Rostow gebracht worden seien.

Eine Wagner-nahe Quelle bestärkte das Dementi eines mutmaßlichen Wagner-Kämpfers, in dem dieser erklärte, Spekulationen über einen Anzug seien "Hirngespinste". Er räumte aber gleichzeitig ein, dass viele Wagner-Kämpfer selbst oft erst "im letzten Moment erahren, wohin es als Nächstes geht".

Russische Quellen spekulierten, dass die Wagner-Kräfte die zweite Phase ihres angeblichen Rückzugs aus Weißrussland am 13. August durchführen wollen, dass aber eine kleine Gruppe von Wagner-Ausbildern in Weißrussland verbleibt, um weißrussische Kräfte auszubilden.

Wagner-Söldner bilden weiterhin belarussisches Militärpersonal aus

Ukrainische Quellen berichten weiterhin über zunehmende Wagner-Aktivitäten in der Region Brest. Und eine andere Wagner-nahe Quelle veröffentlichte am 10. August Filmmaterial, das zeigt, dass Wagner-Söldner weiterhin belarussisches Militärpersonal ausbilden.

Am 7. August kündigte das belarussische Verteidigungsministerium an, dass die 6. mechanisierte Brigade der Separatistengarde (6 SGMB) eine Übung in der Region Grodno im Nordwesten von Belarus, nahe der polnischen und litauischen Grenze, durchführen werde.

Nach Angaben des Ministeriums sollen bei der Übung die von den russischen Streitkräften in der Ukraine gewonnenen Erkenntnisse berücksichtigt werden.

Das britische Verteidigungsministerium erklärte, es bestehe die realistische Möglichkeit, dass die belarussischen Truppen von einer kleinen Anzahl von Beratern der Wagner-Gruppe unterstützt werden, die eine Ausbildungsfunktion übernehmen.

Und was sagt Prigoschin?

Verschiedene Medien hatten spekuliert, ob der zwischen Wagner-Chef Prigoschin und Putin gesschlossene Deal zur Zukunft der Privatarmee womöglich geplatzt sei, und der Kremlchef versuche, die Privat-Armee dem russischen Verteidigungsministerium zu unterstellen oder gar aufzulösen. 

Der eigentlich beredte Jewgeni Prigoschin hat sich zu all den Spekulationen bisher weder direkt noch über Mittelsmänner geäußert, was darauf hindeute, dass es ihm aktuell nicht ganz freistehe, sich zur Zukunft von Wagner zu äußern, mutmaßt The Odessa Journal. 

Prigoschin wurde zuletzt am 27. Juli am Rande des Russland-Afrika-Gipfels in St. Petersburg in der Öffentlichkeit. Am 30. Juli veröffentlichte er ein Audioaufnahme zur Zukunft Wagners, in der er behauptete, dass Söldner, die keine Verträge mit dem russischen Verteidigungsministerium unterzeichnet hätten, bis zum 5. August in Belarus eintreffen würden.

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