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"Russland noch größer machen": Wagner-Chef Prigoschin schickt Video - aus Afrika

Russlands Wagner Chef Prigoschin in einem neuen Video
Russlands Wagner Chef Prigoschin in einem neuen Video Copyright Telegram Screenshot
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Von Kirsten RipperEuronews mit AP, Twitter
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Am Tag, bevor in Südafrika der Gipfel der BRICS-Staaten - ohne Putin - startet, meldet sich Wagner-Chef Prigoschin aus der Wüste und erklärt, er wolle Russland auf allen Kontinenten "noch größer" machen.

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Im sozialen Netzwerk Telegram, das in Russland von vielen genutzt wird, ist ein etwa 40 Sekunden langes Video aufgetaucht, in dem sich der Chef der Wagner-Gruppe Jewgeni Prigoschin zu Wort meldet. Es ist seine erste längere Botschaft seit dem Putschversuch gegen die russische Militärführung Ende Juni, die am Montagabend auf dem Konto "Grey Zone" veröffentlicht wurde.

In den Video erklärt Prigoschin - in Worten, die an den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump erinnern -, er wolle dafür sogen, dass Russland auf allen Kontinenten "noch größer" werde.  

"Wir sind bei Temperaturen von über 50 Grad im Einsatz", sagt der Unternehmer in dem Clip. "So wie wir es mögen."

Mit der Kalaschnikow in der Wüste

Er wolle Afrika noch freier machen, indem er die "Banditen" von ISIS und Al-Kaida bekämpfe. In welchem Land sich der Chef der Wagner-Söldner aufhält, sagt er nicht.

Und Prigoschin ruft dazu auf, sich seiner Truppe anzuschließen. Dabei hält er eine Kalaschnikow im Arm.

Das Video ist kurz vor dem Start des Gipfeltreffens der BRICS-Staaten in Südafrika aufgetaucht, bei dem Russlands Präsident von seinem Außenminister Sergej Lawrow vertreten wird, da ein internationaler Haftbefehl gegen Wladimir Putin wegen des Angriffskriegs in der Ukraine vorliegt.

Putins Interessen im Ausland

Am Montag hatte Russland in Syrien Stellungen einer Al-Kaida nahestehenden Miliz in Idlib bombardiert. Dort unterstützt Moskau den umstrittenen Präsidenten Baschar al-Assad, der seit Jahrzehnten mit harter Hand gegen jegliche Opposition vorgeht und trotz des Bürgerkriegs weiter an der Macht ist.

Nach dem Aufstand Ende Juni sollten sich die Wagner-Söldner eigentlich in Belarus aufhalten. Auch von Jewgeni Prigoschin, der wie Wladimir Putin aus St. Petersburg kommt, war ein offenbar in einem belarussischen Militärlager aufgenommenes Foto - in Unterhose in einem Zelt - aufgetaucht. Und schon vor Wochen hatte Prigoschin in einer Message an seine Kämpfer verkündet, dass die Wagner-Truppe in Afrika zum Einsatz kommen werde.

Seit Jahren ist die für ihre Brutalität berüchtigte Privatarmee Wagner zur Durchsetzung russischer Ziele in Afrika im Einsatz. Dabei setzt Prigoschin auch auf die sozialen Medien, indem er mit seiner "Troll-Armee" die Stimmung in der Bevölkerung beeinflusst.

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