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Massensterben von Pinguinküken durch vorzeitig schmelzendes Eis

Junge Kaiserpinguine.
Junge Kaiserpinguine. Copyright Zhang Zongtang/AP
Copyright Zhang Zongtang/AP
Von Euronews
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Vor allem in der Bellingshausen-See in der Antarktis beginnt das Meereis, auf dem die Pinguine nisteten, buchstäblich unter den Füßen der Tiere wegzubrechen, bevor ihre Küken erwachsene wasserfeste Federn ausbilden können.

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Die Erderwärmung hat katastrophale Auswirkungen auf die Tierwelt. Wegen der frühen Meereisschmelze in der Antarktis kommt es zu einem Massensterben von Kaiserpinguinküken. 

An mehreren Stellen, vor allem in der Bellingshausen-See, am südlichen Rand der Antarktis, beginnt das Meereis, auf dem die Pinguine nisteten, buchstäblich unter den Füßen der Tiere wegzubrechen, bevor ihre Küken erwachsene wasserfeste Federn ausbilden können. Die Folge: Tausende ertrinken oder erfrieren.

"Pinguine nisten auf dem Meereis und benötigen diese Grundlage über den Dezember hinaus, damit ihre Brutsaison erfolgreich ist", erklärt Norman Ratcliffe von der britischen Antarktisforschung. 

"Wenn das Eis also früher als Anfang Dezember abbricht, fallen die Küken ins Meer und ertrinken. Wenn sie es schaffen, aus dem Meer zu klettern, wird ihr Gefieder nass und sie sterben an Unterkühlung. Oder sie können sich auf Eisschollen halten, aber sie treiben ab, und dann können die Eltern sie nicht finden, und sie verhungern", so der Wissenschaftler. 

Solche Tragödien gab es schon früher, und es ist bekannt, dass die Population den Verlust ausgleichen kann. Aber dieses Mal sei das Ausmaß erschreckend groß gewesen, sagen Forscher:innen. 

Ein veröffentlichter Bericht, der sich auf Satellitendaten stützt, zeigt, dass bis zu 10.000 Küken aufgrund der frühen Meereisschmelze Ende 2022 ihr Leben verloren haben. Von 62 bekannten Kaiserpinguinkolonien waren 19 betroffen und 13 so stark, dass der gesamte Nachwuchs verendet sei.

Laut der Forscher:innen der British Antarctic Survey sei es schwierig, einen Schlüsselfaktor für dieses katastrophale Abschmelzen herauszustellen. Zum einen sei es  die vom Menschen verursachte Erwärmung, aber auch natürliche Wetterschwankungen. Außerdem erwähnen sie "La Niña", die entgegengesetzte Phase des berüchtigten Wetterphänomens El Niño, die ebenfalls anormale Wetter- und Klimaeffekte nach sich zieht.

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