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Russischer Überläufer: „Hauptsache ist für mich, dass ich mich nicht an diesen Verbrechen beteilige"

Maksim Kuzminow
Maksim Kuzminow Copyright UA:PBC / EBU
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Von euronews
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Ein russischer Hubschrauberpilot, der angeblich in die Ukraine übergelaufen ist, hat die Gründe für seine Fahnenflucht erläutert. Maksim Kuzminow sagte, er habe sich aus freien Stücken zu dem Schritt entschieden.

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Ein russischer Hubschrauberpilot, der angeblich in die Ukraine übergelaufen ist, hat die Gründe für seine Fahnenflucht erläutert. Der 28-jährige Maksim Kuzminow sagte, er habe sich aus freien Stücken zu dem Schritt entschieden. Er habe lange Zeit Vorbereitungen getroffen und mögliche Fluchtwege ausgekundschaftet.

Laut der ukrainischen Prawda ist Kuzminows Flucht das Ergebnis eines langen Wirkens des ukrainischen Geheimdienstes. Kuzminow wurde eine Zahlung in Höhe von 500 000 Hrywnja zugesagt.

„Ich war mir voll und ganz bewusst, was da geschah"

„Ich war mir voll und ganz bewusst, was da geschah. Ich habe für mich entschieden, dass da Kriegsverbrechen begangen wurden und dass ich mich nicht daran beteiligen würde", so Kuzminow. Er habe recht gut verdient und zwei Wohnungen besessen, betonte er. „Vieles hat mich dort gehalten. Aber das ist für mich nicht wichtig. Die Hauptsache ist für mich, dass ich mich nicht an diesen Verbrechen beteilige", sagte Kuzminow, der angab, Mitglied der Militäreinheit 13984, Tschernihiwka, Primorskij Krai gewesen zu sein.

Am 9. August sei der Flug über die Bühne gegangen. Es habe sich dabei um einen genehmigten Flug gehandelt, er habe den Hubschrauber der Bauart  Mi-8 nicht unrechtmäßig geflogen, betonte Kuzminow. Er sei vom Flugplatz Kursk im Raum Charkiw, etwa 20 Kilometer von der Grenze entfernt, abgehoben und sei dann sehr tief geflogen. Als er die Grenze überflog, sei auf den Hubschrauber geschossen worden, von welcher Seite, wisse er nicht, so Kuzminow. Er habe eine Beinverletzung erlitten, berichtete er.

Was wurde aus seinen Begleitern?

Er und die beiden übrigen Besatzungsmitglieder des Hubschraubers seien unbewaffnet gewesen. Er habe seine Begleiter beruhigt und ihnen gesagt, dass alles in Ordnung sei. Die beiden hätten nichts unternehmen können, da nur er in der Lage gewesen sei, den Hubschrauber zu fliegen. Allerdings bekamen es die beiden Besatzungsmitglieder laut Kuzminow mit der Angst zu tun und rannten nach der Landung in Richtung Staatsgrenze. Was aus ihnen geworden sei, wisse er nicht, sagte er.

Laut der ukrainischen Prawda war Kuzminows Familie bereits vor seiner Flucht in die Ukraine gegangen.

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