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Was wird aus der russisch-orthodoxen Kirche St. Nikolaus in Sofia?

St. Nikolaus
St. Nikolaus Copyright NIKOLAY DOYCHINOV/AFP or licensors
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Von Euronews mit dpa
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Auch wenn verschiedene Parteien eine Hand ausstrecken, - im Moment ist das Gotteshaus nach wie vor verriegelt.

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Die orthodoxe Kirche in Bulgarien versucht, den Konflikt mit der russisch-orthodoxen Kirche abzubauen. Dieser begann am 20. September, als der oberste Geistliche von Sankt Nikolaus, einer russischen Kirche in Sofia, sowie zwei Priester wegen angeblicher Handlungen gegen die Interessen Bulgariens des Landes verwiesen worden waren. Danach wurde das Gotteshaus abgeschlossen, - von der russischen Kirche.

Delyan Peevski von der DPS-Partei, einer Partei der Mitte: "Die Kirche wurde mit Vorhängeschlössern verschlossen. Und der bulgarische Staat, die bulgarische Regierung, sie tun einfach nichts. Wie ist das möglich? Die Menschen protestieren, sie wollen beten. Das ist doch normal. Der Staat sollte eingreifen."

Der russische Patriarch hat sich bereit erklärt, einen neuen Vertreter nach Sofia zu entsenden und die Kirche wieder zu öffnen. Auch die bulgarische Regierung will, dass die Kirche wieder geöffnet wird.

Metropolit Gavrail meint: "Das Gebäude gehört der russischen Kirche. Sie gehört Russland. Das ist ganz klar." Und Metropolit Kyprian sagt: "Wir hoffen, dass die Kirche bald wieder aufgemacht wird, aber das liegt nicht an der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche. Die Entscheidung sollte im Einklang mit der Kommission für kanonisches Recht getroffen werden, und sowohl Sofia als auch Moskau sollten zustimmen."

Ursprünglich wurde diese Kirche für russische Diplomaten in Sofia gebaut. Der Grund war vom Stadtrat der russisch-orthodoxen Kirche geschenkt worden.

Auch wenn verschiedene Parteien eine Hand ausstrecken, - im Moment ist das Gotteshaus nach wie vor verriegelt.

In Sofia hatten orthodoxe Christen am Sonntag, 24. September, gegen die Schließung der russischen Kirche protestiert.

Auch der orthodoxe Oberbischof der bulgarischen Donaustadt Russe, Naum, forderte auf Facebook die Wiederöffnung des 1914 eingeweihten Gotteshauses.

Vor dem Eingang der auch bei Bulgaren beliebten Kirche "Nikolaus von Myra" zündeten Gläubige Kerzen an und legten Blumen. Mit einer Menschenkette blockierten sie den Verkehr auf dem zentralen Russki-Boulevard. Es gab ein Bittgebet zur Wiederöffnung des Gotteshauses. Zum Protest kam auch der Chef der nationalistischen und pro-russischen, drittstärksten Parlamentspartei Wasraschdane (Wiedergeburt), Kostadin Kostadinow.

Konkrete Beschuldigungen gegen die drei ausgewiesenen Geistlichen seien nicht erhoben worden, sagte die russische Botschafterin in Sofia, Eleonora Mitrofanowa, dem russischen TV-Sender Rossija 24 einer Mitteilung auf der Webseite der russischen Botschaft in Sofia zufolge. Die angespannten Beziehungen zwischen Russland und dem einstigen Ostblockland Bulgarien wurden 2022 wegen der Ausweisung von 70 russischen Diplomaten und Mitarbeitern der Botschaft in Sofia wegen Spionageverdachts zusätzlich belastet.

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