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Traumatische Erlebnisse: Israelische Überlebende der Hamas-Attacken berichten

Shani Hadar hat den Angriff auf das Supernova-Festival überlebt.
Shani Hadar hat den Angriff auf das Supernova-Festival überlebt. Copyright EBU
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Von Euronews mit DPA, EBU
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Israelische Überlebende der Hamas-Attacken berichten von ihren traumatischen Erlebnissen.

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Eine 35-köpfige Senior:innengruppe ist nach einer gemeinsamen Reise in den israelischen Kibbuz Kfar Aza zurückgekehrt. Der kleine Ort ist nur zwei Kilometer vom Grenzzaun zum Gazastreifen entfernt.

Die Reisenden leben in "höllischer Ungewissheit"

Am Samstag ermordeten Hamas-Terroristen eine große Zahl der Bewohner:innen des Kibbuz und brannten Wohnhäuser nieder. Der Ausflug nach Bulgarien hat der Reisegruppe wohl das Leben gerettet.

"Sie befinden sich eindeutig in einer sehr traumatischen Situation, da sie in höllischer Ungewissheit leben. Sie haben nicht geschlafen, sie haben nicht gegessen", erzählt eine Betreuerin des israelischen Wohlfahrtsministeriums.

Eine der Reisenden berichtet von der letzten Nachricht, die sie von ihren Angehörigen erhalten hat: "Wenige Minuten bevor sie verschleppt wurden, bekam ich die letzte Nachricht. Es war elf Uhr nachts."

Auf die Nachfrage, was in der Nachricht gestanden habe, entgegnet sie: "Dass Terroristen im Haus seien."

Eine Überlebende der Attacke auf das Festival berichtet

Mindestens 260 Menschen kamen bei der Attacke auf das Supernova-Festival in der Negev-Wüste ums Leben. Die 35-jährige Shani Hadar gehört zu den Überlebenden. Nachdem ihr ein Hamas-Terrorist in die Schulter geschossen hatte, versteckte sie sich zehn Stunden lang, bevor es ihr gelang, zu fliehen.

"Ich wurde von einem Terroristen angegriffen, als ich versuchte, von der Straße zu fliehen. Sie haben die Straßen überfallen", erzählt Hadar.

"Ich sah, dass Terroristen vor und hinter mir waren. Ich hatte keine andere Wahl, als auf die linke Seite der Straße zu rennen."

Mit einem Kimono habe sie versucht, die Blutung zu stoppen.

"Mir wurde klar, dass das Blut weiter fließen würde und wir wussten, dass keine schnelle Hilfe kommen würde", so Hadar weiter.

Ein Hotel bietet den traumatisierten und trauernden Überlebenden eine Unterkunft. Einige konnten die Angriffe überleben, indem sie sich totstellten, andere versteckten sich.

Rachel Stellman ist eine der Überlebenden, die sich in dem Hotel aufhalten.

"Ich bin links", sagt sie: "Und wir wissen, dass nicht jeder die Hamas unterstützt. Jetzt bin ich nicht sicher, wo ich stehe. Ich werde sehr hart für meine Menschlichkeit arbeiten müssen."

Israelische Bodenoffensive könnte bevorstehen

Israel setzt die Angriffe im Gazastreifen, die eine Reaktion auf die Terrorattacken der islamistischen Hamas sind, derweil fort. Möglicherweise steht eine Bodenoffensive Israels bevor. 300.000 Soldaten sind mobilisiert.

Durch die Angriffe der Hamas kamen bisher nach Angaben eines israelischen Armeesprechers mindestens 1200 Menschen ums Leben, darunter 189 Soldaten. Demnach sind die weitaus meisten der getöteten Menschen Zivilist:innen. Mehr als 3000 Menschen seien verletzt worden, rund 150 seien in den Gazastreifen entführt worden.

Die schweren israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen töteten bisher mindestens 1100 Menschen, 5300 weitere wurden verletzt.

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