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Bombenangriffe auf Gaza: Israels Präsident wehrt sich gegen Kritik

Der Hafen der Stadt Gaza wurde von Bomben getroffen.
Der Hafen der Stadt Gaza wurde von Bomben getroffen. Copyright AP
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Von Euronews mit DPA, AP
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Weiterhin bombardiert Israel nach den brutalen Hamas-Attacken den Gazastreifen. Die Situation der Menschen vor Ort wird immer dramatischer. Die israelische Regierung wehrt sich derweil gegen Kritik.

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Israel geht nach den brutalen Hamas-Attacken, bei denen über 1200 Menschen getötet wurden, weiterhin mit großer Härte im Gazastreifen vor.

Auch am Hafen der Stadt Gaza schlugen Bomben ein. Gebäude liegen in Trümmern, ein Schiff ging in Flammen auf. Bisher sind durch die israelischen Luftangriffe nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza über 1350 Palästinenser:innen getötet worden. 6000 Menschen wurden verletzt.

Lage im Gazastreifen immer dramatischer

Seit Tagen ist die Grundversorgung der Zivilbevölkerung im Gazastreifen durch Israel unterbrochen. Die Lage der zwei Millionen Bewohner:innen, die in dem Gebiet eingeschlossen sind, wird immer schrecklicher. Der israelische Energieminister Israel Katz hat die Wiederaufnahme der Versorgung nun an die Freilassung der israelischen Geiseln in Hand der islamistischen Hamas geknüpft.

"Kein Stromschalter wird umgelegt, kein Wasserhahn geöffnet und kein Treibstofflaster fährt rein, bis die israelischen Geiseln nach Hause zurückgekehrt sind", schrieb Katz auf der Plattform X (ehemals Twitter). Humanitäre Gesten werde es nur im Gegenzug für humanitäre Gesten geben. "Und das uns keiner Moral predigt", fügte Katz hinzu.

Die Armee verwies zudem darauf, dass die Hamas die Übergänge in das Küstengebiet selbst zerstört habe. Ägypten schloss wegen israelischem Beschuss kurz darauf seinen einzigen Grenzübergang zum Gazastreifen, betonte aber, ihn wieder öffnen zu wollen.

"Wir werden kämpfen, bis wir ihnen das Rückgrat brechen"

Der israelische Staatspräsident Jitzchak Herzog beteuerte, dass man gesetzeskonform handele.

"Wir gehen militärisch nach den Regeln des internationalen Rechts vor. Punkt. Eindeutig", sagte Herzog.

"Aber wir befinden uns im Krieg. […] Wir verteidigen unser Zuhause, wir beschützen unser Zuhause. Das ist die Wahrheit. Und wenn ein Land seine Heimat verteidigt, dann kämpft es. Und wir werden kämpfen, bis wir ihnen das Rückgrat brechen", so der israelische Präsident weiter.

Israel hat 300.000 Reservisten mobilisiert. Möglicherweise steht schon bald eine Bodenoffensive bevor. In Kibbuzen in Grenznähe werden außerdem Gewehre an Israelis verteilt, die über eine Erlaubnis zum Besitz von Waffen verfügen - unter anderem in einem Kibbuz an der Grenze zum Libanon.

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