Geiselbefreiung im Gazastreifen gescheitet, Soldaten verletzt

Fast 17.500 Palästinenser getötet, 70% Frauen und Kinder
Fast 17.500 Palästinenser getötet, 70% Frauen und Kinder Copyright AHMED ABED AL FATTAH/AFP or licensors
Von Euronews mit AFP, AP, dpa
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Bei einem Versuch Geiseln aus der Gewalt der Hamas zu befreien, sind zwei israelische Soldaten schwer verletzt worden. Die Geiselbefreiung sei nach Angaben des israelischen Militärs gescheitert.

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Bei einem Versuch Geiseln aus der Gewalt der Hamas zu befreien, sind zwei israelische Soldaten schwer verletzt worden. Die Geiselbefreiung sei nach Angaben des israelischen Militärs gescheitert. Die Streitkräfte teilten mit, bei dem Einsatz in der Nacht seien mehrere Hamas-Terroristen getötet worden. Es sei jedoch nicht gelungen, Geiseln zu befreien. 

Zuvor erklärte bereits die Hamas, Mitglieder hätten einen Befreiungsversuch vereitelt und sich Gefechte mit israelischen Truppen geliefert. Die Terrororganisation teilte mit, ein israelischer Soldat, der als Geisel festgehalten wurde, sei bei israelischem Beschuss getötet worden, der die abziehenden Truppen schützen sollte. Das israelische Militär äußerte sich nicht zu dieser Darstellung. Es wird angenommen, dass die Hamas noch etwa 137 Geiseln in ihrer Gewalt hat, die bei dem beispiellosen Terrorangriff am 7. Oktober verschleppt wurden.

Fast 17.500 Palästinenser getötet, 70% Frauen und Kinder

Die israelische Armee setzt ihre Offensive im Gazastreifen fort, besondere in Chan Junis. Aber auch in Gaza-Stadt, wo Panzer in die Altstadt vorrücken.

Der Palästinensische Rote Halbmond veröffentlichte Aufnahmen aus dem Al-Amal-Krankenhaus in Chan Junis, die Szenen des Chaos zeigen. Fast 17.500 Palästinenser sollen bei den israelischen Bombardierungen getötet worden sein, 70% davon Frauen und Kinder.

Der palästinensische Dichter Refaat Alareer ist bei einem israelischen Angriff getötet worden, wie seine Angehörigen gestern Abend mitteilten.

Vertriebene Palästinenser leben im Lager Chan Junis in kleinen Zelten und bei kaltem Wetter. Die Vereinten Nationen schätzen die Zahl der Vertriebenen auf 1,9 Millionen.

Waffenstillstands-Resolution im Sicherheitsrat gescheitert

Im UN-Sicherheitsrat ist ein Resolutionsentwurf für einen sofortigen humanitären Waffenstillstand im Gaza-Krieg gescheitert. 13 der 15 Mitglieder des Gremiums stimmten am Freitag in New York zwar dafür, aber die USA legten ihr Veto gegen den von den Vereinigten Arabischen Emiraten eingebrachten Entwurf ein. Großbritannien enthielt sich. Zuvor waren bereits ähnliche Vorstöße am Widerstand der USA gescheitert. Die USA hatten sich stets hinter Israel gestellt und angegeben, dass solche Vorstöße per Resolution die laufenden diplomatischen Bemühungen vor Ort gefährden könnten.

Guterres: Grenze der Belastbarkeit in Gaza erreicht

Zuvor hatte UN-Generalsekretär António Guterres den Weltsicherheitsrat gedrängt, sich für einen solchen humanitären Waffenstillstand einzusetzen. In einem entsprechenden Brief an den Rat bezog er sich auf Artikel 99 der UN Charta. Dieser erlaubt dem Generalsekretär, den Sicherheitsrat auf «jede Angelegenheit hinzuweisen, die seiner Meinung nach die Gewährleistung von internationalem Frieden und Sicherheit gefährden kann» und ist den UN zufolge seit Jahrzehnten nicht angewandt worden.

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