Hamas beginnt das Jahr 2024 mit einem Raketenhagel auf Israel

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Von Euronews mit AP
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Die Hamas erklärte, der Beschuss sei eine Reaktion auf "Massaker an Zivilisten" im Gazastreifen. Man habe beschlossen, "das Jahr 2024 mit einem Raketenhagel auf Israel zu beginnen".

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Auch an Neujahr sind im Krieg zwischen Israel und der islamistischen Hamas wieder Raketen gefolgen, nach übereinstimmenden Medienberichten in beide Richtungen.

Die islamistische Hamas hat in den frühen Morgenstunden Ziele im Süden Israels und Tel Aviv beschossen. In mehreren Städten Israels gab es Raketenalarm. Israelische Medien berichten von zahlreichen Abfangmaßnahmen. Menschen, die sich in Tel Aviv für Silvesterfeiern auf den Straßen versammelt hatten, versuchten, sich in Sicherheit zu bringen. Die Hamas erklärte, der Beschuss sei eine Reaktion auf "Massaker an Zivilisten" im Gazastreifen. Man habe beschlossen, "das Jahr 2024 mit einem Raketenhagel auf Israel zu beginnen".

Zahl palästinensischen Todesopfer auf 28.000 gestiegen

Am Sonntag waren bei israelischen Luftangriffen im Zentrum des Gazastreifens mindestens 35 Menschen getötet worden. Die Zahl der palästinensischen Todesopfer ist damit laut des Hamas-kontrollierten Gesundheitsministeriums auf über 28.000 gestiegen. Israel werde den Kampf fortsetzen, bis alle Geiseln befreit und die Hamas zerschlagen sei, hatte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zuletzt betont.

Das Palästinensische Rote Kreuz hat in den sozialen Medien daran erinnert, dass mehr als zwei Millionen Menschen im Gazastreifen angesichts des täglichen Überlebenskampfes nur schwer an das neue Jahr denken können. Die Menge der Hilfsgütern bleibe weit hinter dem aktuellen Bedarf zurück, sagen NGOs.

29 israelische Soldaten durch Unfall oder Eigenbeschuss getötet

Jeder Sechste der seit Beginn der Bodenoffensive im Gazastreifen gefallenen israelischen Soldaten ist versehentlich durch eigene Kameraden oder einen Unfall getötet worden. Die israelische Armee bestätigte entsprechende Medienberichte. Dies betreffe insgesamt 29 Soldaten. 18 davon seien durch Beschuss eigener Truppen ums Leben gekommen. 

Zwei weitere wurden durch einen versehentlich gelösten Schuss getötet und neun weitere durch Unfälle etwa mit Munition. Seit Beginn der israelischen Bodenoffensive im Gazastreifen Ende Oktober sind nach Militärangaben insgesamt 172 Soldaten und Soldatinnen getötet worden. Mehr als 900 weitere wurden verletzt. Seit dem 7. Oktober sind demnach 506 Soldaten und Soldatinnen getötet worden.

Seit mehr als 80 Tagen in Geiselhaft

In Tel Aviv sind die Wolkenkratzer Gelb beleuchtet, um die Freilassung der knapp 130 Geiseln zu fordern, die seit mehr als 80 Tagen von Hamas-Kämpfern gefangen gehalten werden.

Bei einer einwöchigen Feuerpause waren im November 105 Geiseln freigekommen. Nach israelischen Schätzungen werden derzeit noch mindestens 109 Geiseln im Gazastreifen festgehalten. Die Hamas gebe zudem Leichen mehrerer entführter Menschen nicht heraus.

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