Präsidentschaftswahlen in Russland? Der Sieger steht bereits fest

In Russland sind rund 112 Mio. Menschen in 11 Zeitzonen vom 15. bis zum 17. März dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.
In Russland sind rund 112 Mio. Menschen in 11 Zeitzonen vom 15. bis zum 17. März dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Copyright AP/Copyright 2024 The AP. All rights reserved
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Von Diana Resnik mit AP
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Vom 15. bis zum 17. März finden in Russland die Präsidentschaftswahlen statt. Gewinnen wird wohl Putin. Echte Gegenkandidaten hat er nicht. Gegen die undemokratischen Wahlen hat Nawalnys Witwe zur Protestaktion "Mittags gegen Putin" aufgerufen.

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In Russland sind rund 112 Mio. Menschen in 11 Zeitzonen vom 15. bis zum 17. März dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Bei dieser Präsidentschaftswahl steht der Sieger allerdings schon fest. Für den russischen Präsidenten Wladimir Putin wäre es die fünfte Amtszeit. Die Opposition im Land wird verfolgt. Viele befinden sich im Exil. Echte Gegenkandidaten sind zur Wahl nicht zugelassen.

4,5 Millionen Ukrainer in besetzten Gebieten zur "Wahl" aufgerufen

Umfragen ergaben, dass Putin bei der Russlandwahl dominiert. Sein Ziel: Ein Rekordergebnis über 80 Prozent und eine hohe Wahlbeteiligung. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine will er seine Legitimität beweisen. Um den Anschein einer möglichst großen Wahlbeteiligung zu erwecken, wurden neben russischen Wählern rund 4,5 Millionen Menschen in den besetzten ukrainischen Gebieten zur "Wahl" aufgerufen.

Nawalnajas Protestaktion "Mittags gegen Putin"

Als Zeichen gegen die undemokratischen Wahlen und den Krieg in der Ukraine hat die Witwe des verstorbenen Kreml-Kritikers Alexej Nawalny, Julija Nawalnaja, die Menschen in Russland zu der Protestaktion "Mittags gegen Putin" aufgerufen. Demnach sollen russische Wähler an diesem Sonntag um 12 Uhr mittags in großen Gruppen in die Wahllokale gehen und gegen Putin stimmen. 

Die Aktion wurde noch von Nawalny im arktischen Straflager Polarwolf geplant. Auf X schrieb er noch, "Mir gefällt die Idee, dass die Anti-Putin-Wähler um 12 Uhr mittags gemeinsam in die Wahllokale gehen."

Nawalny war der stärkste Putin-Kritiker. Er war seit Januar 2021 inhaftiert und verstarb unter nicht geklärten Umständen im arktischen Gefängnis Polarwolf. 

Die Moskauer Behörden haben eine Warnung an alle Wähler ausgesprochen, die sich an der Initiative "Mittags gegen Putin" beteiligen wollen. Wer demonstriert, wird verhaftet.

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