EventsVeranstaltungen
Loader

Find Us

FlipboardLinkedinInstagramTelegram
Apple storeGoogle Play store
WERBUNG

Nakba: Palästinenser gedenken der Vertreibung vor 76 Jahre

Demonstrierende schwenken Palästina-Flaggen.
Demonstrierende schwenken Palästina-Flaggen. Copyright Mahmoud illean/Copyright 2024 The AP. All rights reserved
Copyright Mahmoud illean/Copyright 2024 The AP. All rights reserved
Von Anne Frieda Müller mit AP
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

76 Jahre nach der Vertreibung von 700.000 Palästinenser aus dem heutigen Israel haben Palästinenser Sorgen, dass sich die Geschichte in Gaza wiederholt.

WERBUNG

Angst, dass sich die Geschichte wiederholt: Palästinenser gedenken der Vertreibung vor 76 Jahre aus den heutigen israelischen Gebieten. Sie bezeichnen den Tag als Nakba, also "Katastrophe" auf Arabisch. 

Gemeint ist damit der 14. Mai 1948, den Israel als seinen Gründungstag feiert, die Palästinenser aber vor allem mit der Vertreibung von rund 700.000 Menschen verbinden. Hundertausende Palästinenser mussten fliehen oder wurden nach dem Krieg, der auf die Gründung Israels folgte, vertrieben.

Israel lehnt die Rückkehr der Palästinenser in das heutige israelische Gebiet ab. Die Palästinenser sehen es aber als ihr Recht an, zurückzukehren. 

Die palästinensische Geflüchtete Amna Daher sagt: "Wir werden unser Land nie vergessen. Wir geben unseren Babys schon mit der Flasche zu verstehen: "Du bist Palästinenser und du musst zurückkehren", schon von klein auf. Wir werden Palästina nie vergessen. Wenn nicht ich zurückkehre, dann wird es mein Sohn oder mein Enkel oder mein Urenkel. Wichtig ist, dass Palästina zurückkehren wird."

Erneute Vertreibungen

Inzwischen ist diese Gruppe der Flüchtlinge auf derzeit rund sechs Millionen angewachsen. Nach Angaben von UN-Organisationen wurden allein in der vergangenen Woche 550.000 Menschen erneut vertrieben, als die israelischen Streitkräfte in die südliche Stadt Rafah vordrangen und Teile des nördlichen Gazastreifens wieder einnahmen.

Mustafa al-Gazzar, ein vertriebener Palästinenser bricht vor der Kamera in Tränen aus als er seine Situation beschreibt: "Ich bin nicht in der Lage, für meine Sicherheit zu sorgen. Ich lebe in extremer Angst. Ich bin nicht in der Lage, meinem Sohn und meinem Enkel Sicherheit und Geborgenheit zu geben."

Die meisten der sechs Millionen palästinensischen Geflüchtete leben in ärmlichen Lagern im Libanon, in Syrien, Jordanien oder im Westjordanland. Diese Lager waren in der Vergangenheit auch Bollwerke der Hamas-Miliz.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Norwegen, Irland und Spanien wollen Palästina als Staat anerkennen

Massenflucht aus Rafah steht offenbar bevor

Offensive in Rafah: Mindestens 23 Tote nach israelischen Luftangriffen