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Warum die Wärmepumpe kaum Geld spart – und was das ändern könnte

Richtige Faktorenkombination macht Wärmepumpen noch kosteneffizienter
Richtige Faktorenkombination macht Wärmepumpen noch wirtschaftlicher Copyright  Alpha Innotec / Unsplash
Copyright Alpha Innotec / Unsplash
Von Craig Saueurs
Zuerst veröffentlicht am
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Laut einer neuen Studie können passende energetische Sanierungen Haushalten jährlich bis zu 1.150 Euro ersparen.

Millionen europäischer Haushalte steigen auf Wärmepumpen um, in der Hoffnung, ihre Energierechnungen zu senken – besonders seit der Krieg gegen Iran die Öl- und Gaspreise in die Höhe getrieben hat.

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Neue Untersuchungen zeigen jedoch: Die Wärmepumpe ist nur ein Teil der Lösung.

Die britische Organisation Energy Saving Trust (EST) hat mehr als 1,1 Millionen Kombinationen aus Wärmepumpen, Solaranlagen, Batteriespeichern und Stromtarifen ausgewertet, um herauszufinden, welche die niedrigsten Energiekosten bringt.

Das Ergebnis: Haushalte können ihre jährlichen Strom- und Heizkosten um rund 800 Pfund (920 Euro) senken, wenn sie eine Wärmepumpe mit Solarpaneelen, Batteriespeicher und einem passenden Stromtarif kombinieren. In den besten Konfigurationen lag die Ersparnis sogar bei mehr als 1.000 Pfund (1.150 Euro) pro Jahr.

Warum die Wärmepumpe allein oft nicht reicht

Mehr als 28 Millionen Wärmepumpensind bereits europaweit installiert. Der bloße Umstieg garantiert aber noch keine niedrigeren Rechnungen.

Einer der deutlichsten Befunde des Berichts: Der gewählte Stromtarif entscheidet wesentlich darüber, ob eine Wärmepumpe Ihnen Geld spart.

Die Forscher stellten fest: Wer zwar von Gas auf eine Wärmepumpe umsteigt, aber beim Standardtarif bleibt, spart oft wenig oder gar nichts. Deutlich größer wird die Ersparnis mit speziellen Wärmepumpentarifen oder dynamischen Tarifen, bei denen sich der Strompreis im Tagesverlauf ändert. Dann können die Heizkosten um bis zu 330 Pfund (380 Euro) pro Jahr sinken.

Berücksichtigt man staatliche Förderungen und die eingesparten Kosten für den Austausch alter Gasheizungen, kann sich eine Wärmepumpe bereits nach zwei bis vier Jahren amortisieren.

Nicht nur individuelle Entscheidungen spielen eine Rolle. Eine bessere Energiepolitik macht die Technik zusätzlich erschwinglicher.

Die European Heat Pump Association (Quelle auf Englisch) führt das jüngste Wachstum bei Wärmepumpen auf staatliche Maßnahmen zurück. Sie senken die Anfangskosten und drücken die Strompreise.

Ein Beispiel sind die Niederlande (Quelle auf Englisch). Dort sorgen Steuern und Energiepreise dafür, dass Strom mit Gas konkurrieren kann. Wer eine alte, ineffiziente Gasheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt, kann seine Heizkosten nach Angaben der Europäischen Kommission um bis zu 80 Prozent senken.

Solarpanels und Batterien: Größere Einsparungen möglich

Die Studie untersucht auch, wie Solarpaneele und Batteriespeicher zusammen mit Wärmepumpen die Energiekosten im Haushalt weiter senken.

Mit Solaranlagen produzieren Haushalte einen Teil ihres Stroms selbst. Sie müssen entsprechend weniger Energie aus dem Netz beziehen.

Mit Batteriespeichern lässt sich dieser Eigenstrom noch besser nutzen.

Batteriespeicher ermöglichen, Strom dann zu laden, wenn er günstig ist, und ihn zu nutzen, wenn die Preise steigen, erklären die Forscher. So verpufft Solarstrom, der vor allem am Tag produziert wird, wenn der Verbrauch oft niedrig ist, nicht ungenutzt.

Die größten Einsparungen entstehen durch die Kombination aus Solaranlage, Batteriespeicher und geeignetem Tarif. Haushalte, die auf alle drei Komponenten setzen, senken ihre jährlichen Energiekosten im Schnitt um rund 800 Pfund (920 Euro). In den effizientesten Konfigurationen lag die Ersparnis bei mehr als 1.000 Pfund (1.150 Euro) pro Jahr.

Die Heizkosten gingen in solchen Fällen um fast 80 Prozent zurück.

Geringere Anfangskosten erleichtern Umstieg für mehr Haushalte

Wärmepumpen, Solaranlagen und Batteriespeicher bringen zwar deutliche Einsparungen. Nach Einschätzung des Energy Saving Trust bleiben die Installationskosten für viele Haushalte aber eine Hürde.

Der EST plädiert deshalb für Zuschüsse, zinsgünstige Kredite und weitere finanzielle Hilfen. Sie könnten die Einstiegskosten senken und mehr Haushalten den Zugang zu solchen Modernisierungen ermöglichen.

„Die Menschen brauchen klarere Beratung, bessere Werkzeuge zum Tarifvergleich und mehr Unterstützung beim Zugang zu diesen Technologien. Nur so können sie fundiert entscheiden, was für ihr Zuhause sinnvoll ist“, sagt Stew Horne, beim EST zuständig für Marktanalysen und externe Beziehungen.

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