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Interview: Wie Europas schnelles Handeln den Seehecht rettete

Mit Unterstützung von The European Commission
Interview: Wie Europas schnelles Handeln den Seehecht rettete
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Von Denis LoctierSabine Sans
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Drei Aspekte - technische und ordnungspolitische Maßnahmen sowie günstige ozeanografische Bedingungen - waren entscheidend für die Erholung der Biomasse des nördlichen Seehechts und seines Vorkommens im Atlantik.

Vor 25 Jahren war der Seehecht - eine wichtige kommerzielle Fischart im europäischen Atlantik - vom Aussterben bedroht. Heute erlebt der Seehecht ein bemerkenswertes Comeback, das dem entschlossenen Handeln Europas zu verdanken ist.

In den frühen 2000er-Jahren haben eine Reihe von Sofortmaßnahmen und eine langfristige Bestandserholungsplan den Seehechtbestand verzehnfacht und seine Zukunft für eine nachhaltige Fischerei gesichert. Aber wie hat Europa das Blatt für diese wichtige Art gewendet? Im Interview mit "Ocean" erläutert Javier López, Direktor der Oceana-Kampagne für nachhaltige Fischerei, die erfolgreichen Maßnahmen, die zur Erholung der Seehechtbestände geführt haben.

_"Im besonderen Fall des nördlichen Seehechts haben sowohl die Kommission als auch die Mitgliedstaaten rechtzeitig reagiert, als es noch eine Chance gab, die Art zu retten. 2001 wurden Sofortmaßnahmen ergriffen, denen 2004 ein Bestandserholungsplan folgte.
_

Dieser Plan umfasste technische Maßnahmen wie die Vergrößerung der Maschenöffnungen in den Netzen, um die Sterblichkeit von Jungfischen und kleineren Fischen zu verringern. Außerdem wurden die Fangquoten reduziert, was für die Verringerung der Gesamtfischsterblichkeit von entscheidender Bedeutung ist. Darüber hinaus wurden im Rahmen des Plans Fangverbote oder -beschränkungen in Gebieten eingeführt, die für die Fortpflanzung von Fischen wichtig sind, z. B. in Laich- und Aufzuchtgebieten für Jungfische.

Auch die Kontrolle der Fangtätigkeiten auf See und der Anlandungen in den Häfen wurde deutlich verbessert. Und nicht zuletzt spielten auch die Umweltbedingungen eine Rolle. Das heißt, es war auch etwas Glück im Spiel, denn günstige ozeanografische Bedingungen trugen dazu bei, dass sich die Fischpopulation vermehrte und mehr Jungfische zur gesamten Fischbiomasse im Meer beitragen konnten.

Diese drei Aspekte - technische und ordnungspolitische Maßnahmen sowie günstige ozeanografische Bedingungen - waren entscheidend für die Erholung der Biomasse des nördlichen Seehechts und seines Vorkommens im Atlantik."

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