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Spanier feiern "Las Luminarias": Gänsehautmomente mit Feuer und Pferden

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Ein Mann springt bein den Luminares mit seinem Pferd durch ein Lagerfeuer zu Ehren des Heiligen Antonius (in San Bartolome de Pinares, 2018)
Ein Mann springt bein den Luminares mit seinem Pferd durch ein Lagerfeuer zu Ehren des Heiligen Antonius (in San Bartolome de Pinares, 2018)   -   Copyright  AP Photo/Francisco Seco
Von Euronews  mit AFP/AP

Es ist die Nacht der knisternden Lagerfeuer und der klappernden Pferdehufe: Las Luminarias, eine 500 Jahre alte Tradition, die alljährlich in der in der Stadt San Bartolomé de Pinares gefeiert wird. Dutzende Reiterinnen und Reiter springen mit ihren Pferden über die Feuer.

Las Luminarias ist Ritual zu Ehren des Heiligen Antonius, der als Schutzheiliger der Haustiere gilt. Auch auf der spanischen Insel Mallorca werden zu Antonius' Ehren in der Nacht vor dem Gedenktag Scheiterhaufen angezündet, gefeiert wird er auch in der Region um Valencia und in Aragonien.

Aber dennoch: "Es gibt viele schöne Feste, aber dieses ist eines der besten, weil es so nirgendwo anders existiert", sagt die Apothekerin Mónica Abad.

Das Festival musste vor einem Jahr wegen der Pandemie abgesagt worden. Dafür sei man in diesem Jahr mit noch mehr Enthusiasmus dabei als je zuvor.

Tierschutzorganisationen kritisieren die forcierten Feuersprünge der Pferde als nicht artgerecht. Doch die Einheimischen meinen, dass sie gut mit ihren Tiere umgehen und sie so trainieren, dass sie sich nicht verbrennen.

Pferde, Rauch, Musik

Reiterin Alicia Martin schwärmt: "Es ist das beste Gefühl überhaupt, gemeinsam mit den Pferden und Menschen, die man liebt. Dazu der Rauch, die Musik, das sind Gänsehautmomente!"

"Am Anfang stand die Segnung der Tiere durch das Feuer, das lassen wir bis heute weiterleben", erklärt die Lehrerin Conchi Abad.

Auf den Nervenkitzel folgen Gaumenfreuden: Auf der Glut wird Fleisch gegrillt. Dieses Fest sei etwas, "womit die Menschen in San Bartolomé aufwachsen und was sie zusammenschweißt", erklärt der Bürgermeisterin Ana Gómez.

Die Feuer San Bartolomé de Pinares leuchten noch lange in der kalten Winternacht.