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FIFDH in Genf: Ausgezeichnete Filme für Menschenrechte

FIFDH in Genf: Ausgezeichnete Filme für Menschenrechte
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Von Frédéric PonsardSabine Sans
Zuerst veröffentlicht am
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Das Internationale Filmfestival und Forum für Menschenrechte in Genf hat starke, mutige Filme ausgezeichnet, die auf Frauen und Männer weltweit aufmerksam machen, deren Menschenrechte verletzt werden.

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**Das Internationale Filmfestival und Forum für Menschenrechte (FIFDH) hat Künstler, Aktivisten, Journalisten und die Öffentlichkeit für 10 Tage in Genf für Filme, Begegnungen und Debatten zusammengebracht.
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Die ausgezeichneten Filme

Der Große Preis für Fiktion und Menschenrechte ging an zwei Filme: "Freda" von der Haitianerin Gessica Généus

und "Vera Dreams of the Sea" von der Kosovarin Kaltrina Krasniqi. Das Porträt einer Witwe, die sich dem Patriarchat stellen muss, um das Erbe für sich, ihre Tochter und Enkelin einzufordern.

Der Film gewann zudem den Jugendpreis Belletristik, was die Regisseurin besonders berührt hat: "Wenn man einen Film macht, denkt man natürlich an das Publikum, man denkt an Menschen einer bestimmten Generation, die sich mit dem Thema auseinandersetzen", so Kaltrina Krasniqi. "Aber dann einen Jugendpreis zu bekommen, bedeutet mir sehr viel, denn das heißt, dass ihre Geschichte auch bei anderen Generationen ankommt."

Der Preis der Jugendjury

Der Preis der Jugendjury ging an den auch in Cannes gezeigten Dokumentarfilm "Invisible Demons": In der indischen Metropole Delhi sind die Auswirkungen der Klimakrise keine dystopische Zukunftsvision, sondern unbarmherzige Gegenwart.

"‘Invisible Demons‘ drückt für mich das Gefühl aus, auf einer riesigen Raupe namens kapitalistischer Zivilisation zu sitzen", erzählt Regisseur Rahul Jain. "Es ist eine endlose Achterbahn. Das kommt von der Angst, dass wir in einer Position sind, in der wir das Gefühl haben, dass es keinen anderen Weg gibt, als so weiterzumachen. Es ist etwas Endloses und Unerbittliches."

Der Preis der Weltorganisation gegen Folter

Der Preis der Weltorganisation gegen Folter (OMCT) ging an "White Torture" der Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi, die seit Anfang des Jahres im Iran erneut zu einer Haftstrafe verurteilt wurde. Ihr Film prangert Einzelhaft und andere Formen psychischer Folter an.

Die iranische Anwältin, Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin 2003 Shirin Ebadi sprach für ihre Kollegin und Freundin: "Meiner Meinung nach stellt dieser Film die staatliche Unterdrückung von politischen Gefangenen und Oppositionellen im Iran dar. Und er repräsentiert den Widerstand, denn nicht nur die Unterdrückung geht weiter, sondern auch der Widerstand des Volkes."

Nach zwei Online-Ausgaben feierte die Veranstaltung ein Wiedersehen mit ihrem Publikum.

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