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Auch in Venedig darf das Kino gerne ein bisschen amerikanischer sein

Filmfestival von Venedig
Filmfestival von Venedig   -   Copyright  RAI
Von Frank Weinert

Julianne Moore führt den Vorsitz der diesjährigen Jury des Filmfestivals von Venedig und steht damit für die große Liebesbeziehung zwischen dem Festival und dem amerikanischen Kino.

The Joker, Nomadland - mehrere große amerikanische Filme haben erst den Goldenen Löwen und dann den Oscar gewonnen. So sind viele Mitglieder der Oscar-Akademie in Italien vertreten.

Mehrere Filme stehen für diese internationale Öffnung, wie zum Beispiel „Bones and All“ von Luca Guadagnino, dem italienischen Regisseur von „Call Me by Your Name“, der auf den jungen französisch-amerikanischen Star Timothée Chalamet trifft. Beide sind neue Mitglieder der Oscar-Akademie und in Venedig im Wettbewerb um den Goldenen Löwen.

Ein globales Kino, das Grenzen überschreitet. Europa steht dem in nichts nach, wie in „L'immensità“, eine französisch-italienische Co-Produktion im offiziellen Wettbewerb, mit der spanischen Schauspielerin Penelope Cruz in der Hauptrolle...

Vor allem brauchen und lieben die Menschen das Kino weiterhin, findet Bill Kramer, CEO der Academy Motion Pictures Arts and Sciences: "Das Kino ist so wichtig für uns, und wir verstehen, dass die Leute sich Filme über Streaming-Dienste ansehen, aber wir haben einen Kinobedarf für die Nachfrager, und ich glaube, das werden wir auch weiterhin sehen. Aber wir müssen auch wissen, dass wir in einer Welt leben, in der die Streamingdienste ebenfalls sehr wichtig sind, und ich denke, dass beides nebeneinander bestehen kann."

Netflix ist im diesjährigen Wettbewerb besonders gut vertreten: mit dem Eröffnungsfilm "White Noise" mit Adam Driver in der Hauptrolle und dem mit Spannung erwarteten Marilyn-Monroe-Biografie "Blonde" mit der kubanischen Schauspielerin Ana de Armas in der Hauptrolle, die bereits für die Oscars nominiert ist... aber das ist eine andere Geschichte...