Roma-Musik, Rock und Blasorchester auf dem Festival Balkan Trafik!

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Von Frédéric Ponsard
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Das BalkanTrafik Festival findet jedes Jahr Ende April in Brüssel statt und widmet sich jedes Mal einer anderen Region - dieses Jahr stehen Künstler:innen aus dem Kosovo im Mittelpunkt.

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In Pristina, der Hauptstadt des Kosovo, ist das Festival Balkan Trafik! zu den Wurzeln seiner Geschichte zurückgekehrt. Die begann vor mehr als 15 Jahren mit der Begegnung des Belgiers Nicolas Wieërs und des Kosovaren Ilir Sefa.

Das Festival findet jedes Jahr Ende April in Brüssel statt und widmet sich jedes Mal einer anderen Region - dieses Jahr präsentiert es zahlreiche Künstler:innen aus dem Kosovo - dem Ort, wo die Idee des Festival damals seinen Anfng nahm.

Der vom Festival produzierte Dokumentarfilm Balkan What! beleuchtet unbekannte Talente dieser Region. Insbesondere den Rapper BimBimma, der auf Albanisch singt und sich künstlerisch und politisch engagiert.

"Musik ist Leben, denn alles im Leben ist Rhythmus. Und mit dem Rhythmus mache ich Poesie und benutze meine Worte als Waffe, um gegen das Unrecht zu kämpfen", sagt BimBimma. Er rappe für Gerechtigkeit, für Gleichheit, gegen Korruption für sozialen Themen, so BimBimma. "Denn der Kosovo ist ein armes Land und in 20 Jahren hätte es viel besser sein können, als Sie hier sehen." 

Der Tanz: Die Identität des albanischen Volkes

Von der Moderne und der Gegenwart zur Tradition ist es nur ein (Tanz-)Schritt. Die nationale traditionelle Tanztruppe "Shota" besteht aus 45 Tänzer:innen und Musiker:innen und tourt durch die ganze Welt.

Für den Startänzer der Truppe, Besnik H. Grajcevci, ist der Tanz ein integraler Bestandteil der Kultur und Identität des albanischen Volkes, das die Mehrheit im Kosovo stellt.

"Es ist kein Zufall, dass wir auf dem Balkan als die enthusiastischsten Menschen bekannt sind, die energischsten, mit einer starken inneren Dynamik und mit vielen Emotionen. Deshalb haben unsere Tänze Merkmale, die unser menschliches Wesen als Ganzes zeigen, einschließlich unseres Körpers, unserer inneren Emotionen, die mit ihrer eigenen Welt agieren und sprechen.“

Das Neue: Rock und Roma

Eine einzigartige multiethnische Partnerschaft besteht zwischen einer Schule, die Serben und Albaner im Kosovo zusammenbringt, und einer Schule in Skopje, Mazedonien, die junge Roma aufnimmt. Ihr Projekt: zusammen rocken und zwar laut!

"Rock'n Roll war immer populäre Musik, Rockmusik war in Ex-Jugoslawien, in der Region immer vertreten, sie war immer da und auch eine Subkultur in gewisser Weise", erklärt Emir Hasani, Projekt-Manager von der Mitrovica Rock School.

Alvin Salimovski von der Roma Rock School ergänzt: "Wir versuchen, traditionelle Roma-Musik einzubauen, man kann den Klang der traditionellen Roma-Musik hören."

Die jungen Rocker:innen spielen am 29. April live in Brüssel auf den Balkan Trafik! Festival

Das Traditionelle: Balkan Blasorchester

Rap, traditionelle Musik, Rock - natürlich darf man, wenn man über Balkanmusik spricht, die berühmten Blaskapellen nicht vergessen. So wie das Džambo Aguševi Orchestra, das heißt auf Englisch "The Funky Tiger". Sie sind der Star auf dem Festival, stammen ursprünglich aus der Türkei und sind besonders in Nordmazedonien sehr beliebt. 

Balkan Trafik! findet vom 27. bis 30. April in Brüssel und Namur in Belgien statt.

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