European Media Industry Outlook - Kann Brüssel Cannes?

Toni Garrn posiert bei der Ankunft zur Premiere des Films "Killers of the Flower Moon" bei den 76. Internationalen Filmfestspielen in Cannes, 20. Mai 2023.
Toni Garrn posiert bei der Ankunft zur Premiere des Films "Killers of the Flower Moon" bei den 76. Internationalen Filmfestspielen in Cannes, 20. Mai 2023. Copyright Daniel Cole/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
Von Frédéric Ponsard
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EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton präsentierte den ersten European Media Industry Outlook, in dem Trends in der audiovisuellen Industrie, der Gamingindustrie und den Nachrichtenmedien analysiert und bewertet werden.

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Der Bericht liefert Marktdaten, zeigt Herausforderungen und zugrunde liegende technologische Trends auf, die den Medienindustrien gemeinsam sind. Dem Bericht zufolge wird das Wachstum vor allem durch Segmente wie Video-on-Demand (VoD), mobile Spiele oder immersive Inhalte angetrieben.

"Es geht um das Aufkommen von Plattformen und wie wir uns positionieren, es geht  um den Schutz des geistigen Eigentums, der für uns in Europa so wichtig ist, und glauben Sie mir, wir beobachten das in Europa... es geht um die Finanzierung, wie wir die Finanzierung noch weiter erhöhen können.

Thierry Breton, EU-Kommissar für den Binnenmarkt

Der Bericht unterstreicht die Bedeutung strategischer Vermögenswerte wie geistige Eigentumsrechte (IP) für Medienunternehmen und wie der Erhalt, der Erwerb und die Nutzung dieser Rechte dazu beitragen können, die Einnahmen zu steigern, zu investieren oder unabhängig zu bleiben.

Der Bericht betont zudem, dass eine frühzeitige und kluge Übernahme innovativer Technologien und Techniken (z. B. virtuelle KI-Produktion) von grundlegender Bedeutung ist, um sich anzupassen, neue Märkte zu erschließen und wettbewerbsfähiger zu werden.

14 im Rahmen des Programms geförderte Filme sind in Cannes zu sehen, 4 davon konkurrieren um die Goldene Palme. 

"Wir sind ein Rechtsstaat, wir haben Werte, wir teilen sie, es ist unser gemeinsames Gut in Europa und in diesem Zusammenhang ist es wahr, dass die audiovisuellen Industrien im weitesten Sinne des Wortes eine wesentliche Rolle in Europa spielen. Daran werden wir jeden Tag erinnert, an die wesentliche Rolle, die es ist, unser Erbe, unser geistiges Erbe, wollte ich sagen, zu schützen, auch in einer Zeit, in der unser Kontinent in der Ukraine vom Krieg heimgesucht wird."

Thierry Breton, Europäischer Kommissar für den Binnenmarkt

Die drei anderen Filme im Wettbewerb werden von Frauen gedreht: Four Daughters von Kaouther Ben Hania, Club Zero von Jessica Hausner und La Chimera von Alice Rohrwacher... eine Geschichte über Archäologie, Geheimnisse und den Diebstahl etruskischer Altertümer...

"Die Europäische Kommission sieht, dass das Kino eine Kunst und eine Industrie zugleich ist. Mit der Finanzierung zahlreicher europäischer Koproduktionen und der Begleitung von Filmen zu den größten Festivals der Welt reagiert Europa auf einen extrem wettbewerbsorientierten und sich ständig verändernden Markt und bekräftigt gleichzeitig seine kulturellen und künstlerischen Werte sowie sein industrielles und technologisches Know-how."

Frédéric Ponsard, euronews

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