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Rettet die Kernenergie den Klimaschutz`?

Rafael Mariano Grossi, Direktor der Internationalen Atomenergie-Agentur
Rafael Mariano Grossi, Direktor der Internationalen Atomenergie-Agentur Copyright ALEX HALADA/AFP or licensors
Copyright ALEX HALADA/AFP or licensors
Von Stefan GrobeMeabh McMahon
Zuerst veröffentlicht am
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Ist die Kernenergie umweltfreundlich ist oder nicht? Diese Frage hat die EU-Kommission demnächst zu beantworten. Euronews sprach mit Rafael Mariano Grossi, dem Direktor der Internationalen Atomenergie-Agentur.

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Ist die Kernenergie umweltfreundlich ist oder nicht? Diese Frage hat die EU-Kommission demnächst zu beantworten. Während sich vor allem Frankreich für eine nukleare Zukunft stark macht, schalten andere Länder ihre Atomkraftwerke gerade ab, etwa Deutschland und Österreich. Ist damit ein Streit schon vorprogrammiert?

Für Rafael Mariano Grossi, den Direktor der Internationalen Atomenergie-Agentur, ist der Fall klar: Die Kernenergie ist grün und soll auch als solche bezeichnet werden.

Immer mehr Menschen erkennten, dass Europa die Kernernergie brauche. Dahinter stünden die Wissenschaft und gute Entscheidungen. Ideologisch sollte diese Diskussion über nötige Energiequellen aber nicht geführt werden.

Doch in Belgien macht gerade eine Studie die Runde, wonach die derzeitige Kernenergie keineswegs umweltpolitischen oder gesundheitspolitischen Prinzipien genügt. Es heißt, die Realität sei komplexer, die Abbaubarkeit von Atommüll werde mehrere Generationen beschäftigen.

Bei allem Respekt, dieser Bericht müsse an mehreren Stellen neu analysiert werden, so Grossi. Natürlich sei Atommüll eine Realität. Aber mit Atommüll werde seit vielen Jahren angemessen umgegangen, und noch nie habe es einen Unfall gegeben.

Ein anderes Thema auf Grossis Liste ist die Beretschaft des Irans, wieder zu den Wiener Verhandlungen zurückzukehren. Hat er einen direkten Draht zu Teherans neuem Präsidenten Ebrahim Raisi?

Leider nein, so Grossi. Er würde aber sagen noch nicht. Bisher habe es keine Gelegenheit zu einem notwendigen politischen Austausch gegeben. Dieser sei aber wichtig, um jenseits aller technischen Fragen Vertrauen zu bilden.

Doch an Vertrauen mangelt es derzeit. Nur mit Diplomatie geht es vorwärts.

Diplomatie könne nie scheitern, meint Grossi. Man müsse sicherstellen, dass alle Elemente auf den Tisch kämen und eine Arbeitsatmosphäre geschaffen werde. Dafür brauche man die Inspektoren.

Die Agentur hofft, dass der Iran Inspektionen schon bald wieder zulässt.

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