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Macron - Le Pen: Zwei Visionen Europas treffen aufeinander

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Von Stefan Grobe  & Grégoire Lory
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Macron und Le Pen sind im zweiten Wahlgang
Macron und Le Pen sind im zweiten Wahlgang   -   Copyright  PHILIPPE LOPEZ/AFP or licensors

Die französische Präsidentschaftswahl geht in ihre zweite Runde. Dabei stehen sich Amtsinhaber Emmanuel Macron und die rechtsextreme Kandidatin Marine Le Pen gegenüber. Zwei völlig verschiedene Konzepte, angefangen mit der Europa-Politik.

Es gelte, am 24. April die Hoffnung zu wählen, für Frankreich und Europa, so Macron.

Macron ist ein glühender Verfechter der europäischen Integration. Doch sind seine Argumente abgewogener als vor fünf Jahren, denn er braucht die Stimmen der euroskeptischen Linken.

Macron müsse sich der Logik des zweiten Wahlgangs stellen, sagt Christophe Sente von der Freien Universität Brüssel. In seinen jüngsten Reden habe er daher zu einer Vereinigung aller sozialdemokratischen und neo-gaullistischen Kräfte aufgerufen - nicht gerade ein Sammelbecken europäischer Föderalisten.

Und Marine Le Pen? Selbst wenn sie nicht länger einen Austritt aus dem Euro oder sogar der EU erwähnt, so ist ihr Programm doch zutiefst anti-europäisch.: Sie werde die französische Souveränität in allen Bereichen wiederherstellen, die französische Selbstbestimmung und Verteidigung französischer Interessen, sagt sie.

Das Programm ihrer Partei steht im krassen Widerspruch zum europäischen Engagement Frankreichs. Le Pen stelle französische Verpflichtungen in Frage, sagt Eric Maurice von der Robert-Schuman-Stiftung. So wolle sie eine Rückkehr zu Grenzkontrollen von Waren innerhalb des Binnemarktes, was ein Verstoß gegen die EU-Verträge wäre. Ihre Migrationspoltik wäre natürlich ebenfalls ein Widerspruch zu den europäischen Verpflichtungen und zur Partnerschaft mit den anderen EU-Staaten.

In zwei Wochen stehen zwei Visionen Frankreichs zur Wahl - und zwei Visionen Europas.