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Katargate: Kailis Anwalt sieht Beweis für ihre Unschuld

Die Anwàlte Eva Kailis, Michalis Dimitrakopoulos und André Risopoulos, vor dem Brüsseler Justizpalast.
Die Anwàlte Eva Kailis, Michalis Dimitrakopoulos und André Risopoulos, vor dem Brüsseler Justizpalast. Copyright Olivier Matthys/Copyright 2022 The AP. All rights reserved
Copyright Olivier Matthys/Copyright 2022 The AP. All rights reserved
Von Stefan GrobeMaria Psara
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Als der Korruptionsskandal im Europäischen Parlament ausbrach, rief Eva Kaili als erstes die belgische Polizei. Laut ihrem Anwalt ist dies der größte Beweis für ihre Unschuld. In einem Interview mit Euronews erzählt Michalis Dimitrakopoulos Kailis Version der Geschichte.

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Als der Korruptionsskandal im Europäischen Parlament ausbrach, rief Eva Kaili als erstes die belgische Polizei. Laut ihrem Anwalt ist dies der größte Beweis für ihre Unschuld. In einem Interview mit Euronews erzählt Michalis Dimitrakopoulos Kailis Version der Geschichte.

"Das ist ein toller Beweis dafür, dass sie zuerst mit der Polizei gesprochen hat, das heißt, sie wusste nicht, dass etwas Illegales in ihrem Haus vorgefallen war, sonst hätte sie die Polizei nicht gerufen. Aber es war nicht möglich, weil sie kein Französisch mit der Polizei sprach und dann kam die Sache ins Rollen."

Laut Anwalt wusste Eva Kaili nichts von dem Geld. Sie habe es erst aus der Zeitung erfahren.

Daraufhin habe sie sich entschlossen, enge Kollegen ihres Mannes anzurufen, von denen die meisten inzwischen ebenfalls der Korruption beschuldigt wurden, um das Geld loszuwerden, das schließlich in ihrer Wohnung und in einem Koffer ihres Vaters gefunden wurde.

Kaili bestreitet auch, Bestechungsgelder aus Katar angenommen zu haben, und beteuert, dass ihr politisches Stimmverhalten im Einklang mit europäischen Entscheidungen stand.

Dimitrakopoulos: "Die Europäische Union brauchte Gas. Frau Kaili hat also in Katar keinen Dienst für Geld angeboten. Bei der ersten und einzigen Abstimmung, an der Frau Kaili teilgenommen hat, stimmte eine Mehrheit des Parlaments mit 70 Prozent für das Recht der Bürger Katars, ohne Visum in die EU einzureisen. Die Stimme von Frau Kaili war also ohne Wert."

Nächste Woche wird Eva Kaili wieder vor Gericht stehen. Entschieden wird dann, ob sie im Gefängnis bleibt. Wir haben ihren Anwalt gefragt, was sie vor den Richtern argumentieren wird, um auf Bewährung freigelassen zu werden.

Dimitrakopoulos: "Der Richter sagte, er habe keine Beweise, um den Vorwurf der Bestechung zu untermauern, aber Beweise könnten in Zukunft gefunden werden. Es ist mit dem europäischen Rechtsstaat nicht vereinbar, jemanden in Haft zu halten mit der Aussicht, in Zukunft Beweise zu finden. Ich möchte hoffen, dass es keinen politischen Einfluss auf diese Entscheidung gibt."

Laut Anwalt war es Kailis einziger Moment der Freude seit ihrer Verhaftung, als sie Besuch ihrer zweijährigen Tochter haben durfte.

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