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Neuer Messerangriff in Mannheim: AfD-Kandidat niedergestochen

AfD-Wahlplakat für die Europawahl. Frankfurt 30. Mai 2024
AfD-Wahlplakat für die Europawahl. Frankfurt 30. Mai 2024 Copyright Michael Probst/Copyright 2024 The AP. All rights reserved
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Von Christoph DebetsAP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Wenige Tage nach dem Messerangriff in Manheim, bei dem ein Polizist getötet und mehrere Personen verletzt worden sind, ist ein AfD-Kandidat niedergestochen worden. Er hatte offenbar einen Mann zur Rede gestellt, der Wahlplakate abriss.

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In Mannheim ist ein ein Kandidat der Alternative für Deutschland (AfD) am Dienstagabend niedergestochen und verletzt worden. Erst am Freitag waren in Mannheim bei einem Messerangriff ein Polizist getötet und fünf weitere Menschen verletzt worden.

Medienberichten zufolge soll der Mann jemanden erwischt haben, der versuchte, ein Wahlplakat herunterzureißen. Als er die Person zur Rede stellte, wurde er mit einem Messer angegriffen.

Der Kandidat, der für die Kommunalwahlen am Sonntag in Baden-Württemberg Wahlkampf machte, befindet sich noch immer mit nicht lebensbedrohlichen Schnittwunden im Krankenhaus.

Der Angreifer wurde festgenommen. , berichtete die dpa.

"Wir sind schockiert und bestürzt", sagte der AfD-Landesvorsitzende Markus Frohnmaier gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Am Freitag hatte ein 25-jähriger Afghane auf mehrere Mitglieder einer Gruppe eingestochen, die sich selbst als Gegner des „politischen Islam“ bezeichnet.

Der Angriff auf den AfD-Kandidaten ist der jüngste in einer Reihe von Angriffen auf Politiker in Deutschland, die Besorgnis über die zunehmende politische Gewalt geweckt haben.

Im vergangenen Monat wurde die Berliner Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey, bei einer Veranstaltung in einer Bibliothek von einem Mann angegriffen, der sich ihr von hinten näherte und sie mit einer Tasche schlug, in der sich ein harter Gegenstand befand.

Eine Woche zuvor wurde ein SPD-Kandidat in Dresden zusammengeschlagen, als er für die Wahlen zum Europäischen Parlament in dieser Woche Wahlkampf machte. Er musste sich einer Operation unterziehen.

Sowohl Regierungs- als auch Oppositionsparteien sagen, dass ihre Mitglieder und Anhänger in den letzten Monaten einer Welle körperlicher und verbaler Angriffe ausgesetzt waren, und forderten die Polizei auf, den Schutz für Politiker und Wahlkundgebungen zu verstärken.

Im Februar erklärte der Deutsche Bundestag in einem Bericht, dass es im Jahr 2023 insgesamt 2.790 Angriffe auf gewählte Abgeordnete gegeben habe. Überproportional betroffen waren dabei Abgeordnete der Grünen in 1.219 Fällen, Vertreter der AfD in 478 Fällen und Vertreter der SPD in 420 Fällen.

Angriffe auf einfache Parteimitglieder und Wahlkampfhelfer sind in diesen Zahlen nicht enthalten.

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