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Werden sie wählen gehen? Niedrige Wahlbeteiligung in Zypern befürchtet

Viele Politiker in Zypern machen sich Sorgen vor der Wahlenthaltung.
Viele Politiker in Zypern machen sich Sorgen vor der Wahlenthaltung. Copyright Markus Schreiber/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
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Von Diana ResnikApostolos Staikos
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Viele Politiker in Zypern machen sich Sorgen vor der Wahlenthaltung. Der zyprische Präsident Nicos Christodoulides rief deshalb zu einer breiten Beteiligung an den Wahlen auf. Die Zyprioten haben erzählt, welche Themen sie bewegen.

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Am kommenden Sonntag bestimmen die Wähler in Zypern, wie Europa künftig aussehen soll. Zur gleichen Zeit wie die Europawahlen finden dort auch die Kommunalwahlen statt.

Viele Politiker machen sich Sorgen vor der Wahlenthaltung. Der zyprische Präsident Nicos Christodoulides rief deshalb zu einer breiten Beteiligung an den Wahlen auf.

Die Europawahlen betreffen uns alle.
Nicos Christodoulides
Präsident von Zypern

"Die Europawahlen gehen uns an, die Europawahlen betreffen uns alle. Eine massive Beteiligung wird ein deutliches Zeichen dafür setzen, welche Bedeutung wir einem stärkeren, widerstandsfähigeren, strategisch autonomeren, geeinteren und natürlich effizienteren Europa beimessen", so Christodoulides.

Das erhoffen sich die Bürger von Zypern von der Europawahl:

Vor rund zwanzig Jahren war Zypern der Europäischen Union beigetreten - für viele eine wichtigste Errungenschaft der Republik seit ihrer Gründung im Jahr 1960. Doch einige Zyprioten sind auch der Meinung, dass noch mehr getan werden muss.

Eine Bürgerin erzählte von den wirtschaftlichen Sorgen der Zyprioten.

Die Preise für alle Waren schießen in die Höhe, die Menschen können nicht richtig leben.
Christoula Alexandrou
Zypriotische Bürgerin

"Ein Problem, mit dem wir konfrontiert sind, ist die Wirtschaft. Die Preise für alle Waren schießen in die Höhe, die Menschen können nicht richtig leben. Es ist schwer, es muss etwas getan werden. Und ein weiteres Problem, das uns große Sorgen bereitet, sind die Einwanderer. Das Land ist voll von ihnen", sagte Christoula Alexandrou.

Der Zypriote Nico Styliaboy findet, die EU nehme die Besetzung Zyperns durch die Türkei nicht ernst.

"Ich glaube, Europa sollte sich ernsthafter mit der Zypernfrage befassen. Wir dürfen nicht vergessen, dass ein Drittel Zyperns von der Türkei besetzt ist. Die EU sieht das nicht als Besatzung, sondern als einen Kulturunterscheid zwischen zwei Gemeinschaften, aber so ist das nicht".

"Ich glaube, Europa sollte sich ernsthafter mit der Zypernfrage befassen.
Nico Styliaboy
Zypriotischer Bürger

Die Studentin Angeliki Charalambous findet es wichtig, dass die junge Generation auf Zypern mehr Möglichkeiten bekommt, um ihre Träume zu verwirklichen.

"Was ich will, ist das Ende des Krieges. Die EU sollte etwas dagegen tun. Ich möchte, dass derjenige, der uns letztendlich vertritt, in der Lage ist, mit der neuen Generation umzugehen und uns Möglichkeiten zu bieten. Damit wir träumen und Pläne machen können, ohne irgendwelche Einschränkungen".

Euronews-Korrespondentin, Apostolos Staikos sagte: "Lebenshaltungskosten und Einwanderung haben den Wahlkampf in Zypern dominiert. Darüber hinaus war die Möglichkeit der Europäischen Union, Druck auf Ankara auszuüben und so zu einer Lösung der Zypern-Frage beizutragen, ein Hauptthema in der öffentlichen Debatte. Immerhin jährt sich in diesem Jahr der Einmarsch der türkischen Truppen auf der Insel zum 50. Jahr des Einmarsches der türkischen Truppen auf der Insel."

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