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"Mallorca-Regel": Warum für Beamte 8 Wochen Homeoffice am Strand erlaubt sind

Die sogenannten "Mallorca-Regeln" wird in einigen Ministerien jetzt abgeschafft - Symbolbild
Die sogenannten "Mallorca-Regeln" wird in einigen Ministerien jetzt abgeschafft - Symbolbild Copyright  AP Photo
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Von Kirsten Ripper & Euronews mit AP, BILD, Mallorca-Zeitung
Zuerst veröffentlicht am
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Beamte in Regierungsbehörden in Deutschland dürfen bis zu 8 Wochen Homeoffice machen - auch vom europäischen Ausland aus. Nach Kritik an der sogenannten "Mallorca-Regel" sollte diese im Gesundheitsministerium gestrichen werden. Doch wie BILD berichtet, bestehen viele Vorteile weiter.

In den USA sind viele erstaunt darüber, wie viele Ferien die Touristen aus Europa haben, um wochenlang ihrer Heim-Mannschaft hinterher von einem WM-Spiel zum nächsten zu reisen. Während die Beschäftigten in den USA meist nur etwa 2 Wochen jährlich haben, können Vollzeit beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland laut dem Statistischen Bundesamt im Durchschnitt mindestens 30 Tage Urlaub nehmen.

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Viele deutsche WM-Fans, die in die USA, nach Kanada und Mexiko gereist sind, dürften in Zeiten von Homeoffice und Digital Nomads auch während ihrer Fußball-WM-Auszeit arbeiten, vor Ort in Städten, in denen die Spiele stattfinden.

Regierungsbeamte in Berlin mit besonders großzügigen Regeln

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte in den vergangenen Monaten angesichts der geplanten Reformen immer wieder gefordert, die Menschen in Deutschland müssten mehr arbeiten.

Dass in Zeiten geplanter Einschnitte bei den Renten gerade Regierungsamte von außergewöhnlichen Regelungen für Arbeiten im Homeoffice profitieren, wie BILD berichtet, stößt auf Erstaunen. Schließlich können viele Beschäftigte in der Pflege oder in anderen Berufen gar nicht im Homeoffice arbeiten und für andere machen die Arbeitgeber strenge Vorgaben.

Bis zu acht Wochen Homeoffice wie die Regierungsbeamten hat in Deutschland kaum ein Beschäftigter.

Für einige Beamte in Berliner Ministerien fällt aber sogar die Europa-Regel weg, die Remote-Arbeiten nur zu Hause oder im europäischen Ausland erlaubt. Als besonders komfortable Arbeitgeber gelten das Kanzleramt, das Verteidigungs- und das Umweltministerium mit laut BILD "großzügigen Homeoffice-Regeln, ganz wie in der Corona-Zeit", als bis zu 100 Prozent Arbeiten von zu Hause erlaubt war.

Kritik an der "Mallorca-Regel"

Besonders lasche Regelungen gelten Medienberichten zufolge im Familienministerium von Karin Prien (CDU), wonach Mitarbeiter "aus dem EU-Ausland und der Schweiz arbeiten" durften und "ihre Abwesenheit lediglich vorher ankündigen" müssen. Das berichtet auch die "Mallorca-Zeitung".

Mitte Juni 2026 verlautete aus dem Gesundheitsministerium von Nina Warken (CDU), dass die als sogenannte "Mallorca-Regel" kritisierten Privilegien abgeschafft würden. Die Ministerin will gerade einschneidende Kürzungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitsdienste durchsetzen, die auch für Beschäftigte in Pflegeberufen Einbußen bedeuten. Daher wurde gleichzeitig angekündigt, dass die Mallorca-Regel für die Beamten im Gesundheitsministerium "unverzüglich" gestrichen werde.

BILD zitiert die neuen Vorgaben so: "Die mobile Arbeit wird dann außerhalb von Dienstreisen ausschließlich im Inland möglich sein." Bis zu 60 Prozent Homeoffice bleiben aber auch für die Beamten im Gesundheitsministerium erlaubt - nur nicht mehr auf Mallorca, sondern bestenfalls vom Timmendorfer Strand.

Beschäftigte aus Deutschland, die darüber nachdenken, länger als 90 Tage oder gar ganzjährig von Spanien aus zu arbeiten, sollten aber die spanischen Aufenthalts- und Steuer-Regelungen beachten - bei denen es spezielle Tricks für Auswanderer gibt.

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