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Taifun über Südkorea

Taifun "Hinnamnor" in Südkorea: Tote, Vermisste, Zerstörung

In Südkorea sind durch den Taifun "Hinnamnor" mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Bis Dienstagnacht (Ortszeit) galten zudem noch sechs Menschen in den am stärksten betroffenen Regionen im Süden des Landes als vermisst, wie die Zeitung "The Korea Times" unter Berufung auf Behördenangaben berichtete. Wegen des stärksten Taifuns in diesem Jahr, der über Teile Südkoreas hinwegfegte, mussten Tausende von Menschen aus Sicherheitsgründen ihre Häuser verlassen. Nach Berichten südkoreanischer Sender waren mehr als 89.000 Haushalte zeitweise ohne Strom.

Der tropische Wirbelsturm erreichte am frühen Morgen die Südküste des Festlandes, bevor er nach etwa zweieinhalb Stunden in nordöstlicher Richtung wieder abzog, wie das Wetteramt mitteilte. Der Taifun sorgte für heftigen Wind und starke Regenfälle.

In Pohang an der Südostküste suchten Rettungskräfte seit dem Morgen nach sieben vermissten Personen, die in einer überfluteten Tiefgarage einer Wohnanlage vermutet wurden. Laut "The Korea Times" wurden am späten Abend zwei von ihnen lebend geborgen. Die Fahrzeughalter hätten versucht, ihr Auto vor den steigenden Fluten zu retten. Aus einem anderen überschwemmten Tiefgarage in Pohang wurde eine 66-jährige Frau tot geborgen.

Zudem starb den Berichten zufolge in Pohang eine ältere Frau, die auf einer Straße von einer Sturzflut hinweggerissen wurde. In Gyeongju fanden Bergungskräfte die Leiche einer anderen Frau, die unter Schlammmassen in ihrem Haus begraben lag.

Knapp 3500 Menschen wurden wegen des Taifuns in Sicherheit gebracht.

Etwa 15 000 Menschen wurde zudem in den von Erdrutschen und Überflutungen bedrohten Gebieten empfohlen, ihr Haus zu verlassen.

Auf der südlichen Insel Jeju und an anderen Orten im Süden wurden Straßen überflutet sowie mehrere Gebäude und Infrastruktureinrichtungen beschädigt.