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Gegner der Pride, orthodoxe Priester und konservative Bürgergruppen zogen durch die Straßen Belgrads, schwenkten Ikonen und trugen Kreuze.

Belgrad: Protest mit Ikonen und Kreuzen gegen die LGBT-Pride

Tausende von Demonstranten haben am Wochenende in der serbischen Hauptstadt Belgrad gegen die bevorstehende Euro-Pride-Veranstaltung protestiert. Das europaweite Treffen der LGBTQ-Gemeinschaft soll am kommenden Samstag in Belgrad stattfinden. 

Gegner der Pride, orthodoxe Priester und konservative Bürgergruppen zogen durch die Straßen Belgrads, schwenkten Ikonen und trugen Kreuze. Sie kündigten an, eine Gegendemonstration am kommenden Samstag abzuhalten, falls die Euro-Pride stattfinden sollte. 

"Ich diskriminiere sie nicht, aber sie sollten es zu Hause tun und es niemanden aufzwingen", sagte der 25-jährige Demonstrant Djordje. 

Die serbische Regierung hat die LGBT-Veranstaltung nicht unterstützt und hatte versucht, sie abzusagen. Die Organisatoren hingegen versprachen, den Umzug wie geplant durchzufrühen. 

Die Belgrader Pride-Märsche im Jahr 2001 und 2010 wurden von Gewalt und Ausschreitungen überschattet, nachdem rechtsextreme Gruppen die Veranstaltung ins Visier genommen hatten. Seit 2014 findet die Parade regelmäßig statt, allerdings mit einer großen Polizeipräsenz.