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Pakistanische Christen protestieren in Karachi gegen die Gewalt und die Verbrennung ihrer Kirchen und Häuser
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Video. Nach Angriffen durch muslimischen Mob: Pakistanische Christen protestieren in Karachi

Nach dem Angriff auf ein christliches Viertel in der pakistanischen Stadt Jaranwala haben Hunderte Christen am Samstag in Karachi gegen die Gewalt protestiert und die Behörden aufgefordert, die mutmaßlichen Täter "hart zu bestrafen".

Nach dem Angriff auf ein christliches Viertel in der pakistanischen Stadt Jaranwala haben Hunderte Christen am Samstag in Karachi gegen die Gewalt protestiert und die Behörden aufgefordert, die mutmaßlichen Täter "hart zu bestrafen".

Am Mittwoch hatte eine wütende Menschenmenge in der Stadt Jaranwala mehrere Kirchen angegriffen. Mindestens fünf Gotteshäuser, mehrere Wohngebäude von Christen und Dutzende von Autos und Motorrädern seien in der Stadt im Nordwesten des Landes in Brand gesteckt worden, sagte ein örtlicher Gemeindeleiter. Die Behörden stationierten in der Stadt daraufhin paramilitärische Einheiten und verhängten eine Ausgangssperre.

Hintergrund des Angriffs waren Blasphemievorwürfe. Berichten zufolge beschuldigte der Mob mindestens zwei Christen, den Koran - die heilige Schrift des Islams - entwürdigt zu haben. Anführer der islamistischen Partei Tehreek-e Labbaik Pakistan (TLP) stachelten dann ihre Anhänger an und wüteten in einem christlichen Viertel der Stadt.

Konstruierte Vorwürfe

Die Polizei ging am Donnerstag davon aus, dass die Vorwürfe konstruiert waren und es mehr um einen Streit zwischen einem Ladenbesitzer und zwei jungen Christen ging.

In Pakistan gibt es immer wieder gibt es Fälle tödlicher Gewalt im Zuge von Blasphemievorwürfen. Gotteslästerung ist ein äußerst sensibles Thema in dem vorwiegend muslimischen Land. Die Gesetze sehen im äußersten Fall den Tod für die Beleidigung des Islams oder des Propheten Mohammed vor. Wer dessen beschuldigt wird, gerät oft schon vor einer Verurteilung ins Visier von Extremisten.

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