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Ungarn: Jubelrufe und Hupkonzert in Budapest, Orbán verliert Wahl

Video. Ungarn: Jubel in Budapest nach Magyars Sieg

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In Ungarn gingen am Sonntag, dem zwölften April 2026, tausende Menschen auf die Straße. Zuvor hatte Ministerpräsident Viktor Orbán seine Niederlage eingestanden und damit sechzehn Jahre an der Macht beendet.

In Budapest strömten Tausende an die Donauufer und zum Parlament, nachdem erste Ergebnisse den Sieg von Péter Magyars Tisza-Partei bestätigten.

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In vielen Stadtteilen der Hauptstadt wurde bis tief in die Nacht gefeiert. Musik, Autohupen und Menschenmengen füllten die Innenstadt. Ähnliche Szenen meldeten auch andere Großstädte, als die Resultate bekannt wurden. Viele Menschen beschrieben eine Mischung aus Erleichterung und Überraschung nach einem knappen, hoch polarisierten Wahlkampf mit häufigen Vorwürfen ausländischer Einflussnahme und großem Interesse von EU und USA.

Beobachter sehen in der Größe der Kundgebungen ein Zeichen für das starke Engagement jüngerer Wählerinnen und Wähler und einen klaren Stimmungsumschwung. Viele Ungarn fordern eine engere Anbindung an Brüssel und eine Abkehr von Orbáns konfrontativem Kurs.

Die landesweite Wahl erreichte nach Angaben des Nationalen Wahlbüros eine Rekordbeteiligung von 77,8 Prozent – den höchsten Wert in Ungarn seit Jahrzehnten. Anhängerinnen und Anhänger schwenkten ungarische und EU-Flaggen und riefen Parolen für Wandel, Transparenz und eine Rückkehr zu rechtsstaatlichen Standards. Damit machten sie deutlich, welche Bedeutung das Ergebnis für die künftige politische Ausrichtung des Landes hat.

Der 62-jährige Viktor Orbán bezeichnete das Resultat als „schmerzhaft, aber eindeutig“ und gratulierte seinem Rivalen. Péter Magyar, 45 Jahre alt, versprach einen „Systemwechsel“. Im Wahlkampf hatte er vor allem den Kampf gegen Korruption und bessere öffentliche Dienstleistungen in den Mittelpunkt gestellt.

Beobachter erwarten, dass das Ergebnis die Beziehungen Ungarns zu Brüssel und die Politik in den Bereichen Regierungsführung, Wirtschaft, Migration und Energie in den kommenden Jahren deutlich beeinflusst. Europäische Staats- und Regierungschefs, darunter EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, begrüßten den Ausgang der Wahl. Von der Leyen sprach von einem „neuen Kapitel“ für Ungarn in der EU. Analystinnen und Analysten gehen davon aus, dass sich Ungarns Kurs gegenüber Russland und der Ukraine sowie in Fragen der Unabhängigkeit der Justiz und beim Einsatz von EU-Geldern grundlegend verändern könnte.

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