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Nervenkrieg in Ungarn: Hunderte Flüchtlinge widersetzen sich Anordnungen

Nervenkrieg in Ungarn: Hunderte Flüchtlinge widersetzen sich Anordnungen
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Von Euronews
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Im ungarischen Bicske haben sich am Donnerstagabend rund 500 Flüchtlinge gegen ihren Transport in ein Flüchtlingslager und die damit bevorstehende

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Im ungarischen Bicske haben sich am Donnerstagabend rund 500 Flüchtlinge gegen ihren Transport in ein Flüchtlingslager
und die damit bevorstehende Registrierung gewehrt.

Stunden zuvor hatten sie in Budapest einen Zug bestiegen, in der Hoffnung, nach Österreich zu gelangen.

Knapp 40 Kilometer entfernt stoppte die Polizei den Zug in Bicske forderte die Reisenden zum Verlassen der Waggons auf.

Nach Behördenangaben stiegen nur 16 Flüchtlinge in einen der bereitststehenden 20 Busse.

Viele Flüchtlinge harren lieber im stillstehenden Zug aus

Inside the train in #Bicskepic.twitter.com/DZeig5ck1d

— Michel Reimon (@michelreimon) September 3, 2015

Ähnliche Szenen in der Nähe der Kleinstadt Nagyszentjanos.

Auch hier wurde ein aus Budapest in Richtung Wien fahrender Zug gestoppt.

Zwanzig bis dreißig Flüchtlinge wehrten sich gegen einen Weitertransport in ein Erstaufnahmelager und traten nach eigenen Angaben in einen Hungerstreik.

Lautstark skandierten sie: “Keine Busse, keine Busse.”

Eine Syrerin aus Aleppo sagte:

“Wir dürfen uns nicht waschen oder auf die Toilette gehen. Wir warten hier schon mehrere Stunden ohne Essen oder Wasser. Aber wir wollen gar nichts essen. Diesem Mann hier erlauben sie nicht, auf die Toilette zu gehen, dabei hat er ein Problem, er ist krank.”

Das Zugdrama von Bicske geht in Tag zwei

Migrant crisis: Hungary train standoff enters second day #hungaryhttp://t.co/WH63BFEBjh

— insight4news (@Insight4News4) September 4, 2015

Die Polizei erklärte ihr Vorgehen und den Stopp des Zuges in Bicske damit, dass sie nur die Personalien der Flüchtlinge habe kontrollieren wollen. Dies sei wegen der chaotischen Zustände am Budapester Ostbahnhof nicht möglich gewesen.

Flüchtlinge, die die Kontrolle verweigerten, würden abgeschoben, erklärte der Vize-Chef der ungarischen Einwanderungsbehörde, Attila Kiss.

Laut ungarischen Regelungen werden Flüchtlinge in das Land abgeschoben, aus dem sie eingereist sind. In den meisten Fällen ist dies zur Zeit Serbien.

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_Die Lage am

Scene of #migrants in #Budapest#Keleti …amazing discipline/dignity being shown, but the squalor is growing. pic.twitter.com/YdYABDlZKl

— Peter Foster (@pmdfoster) September 3, 2015

Die Flüchtlingsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, ermahnte die ungarische Regierung, Flüchtlinge nicht wieder tatenlos Richtung Deutschland durchreisen zu lassen

Die EU-Außenminister kommen heute in Luxemburg zusammen, um unter anderem über die dramatische Situation
der Flüchtlinge zu beraten.

Schwerpunkt der zweitägigen Gespräche soll die Situation in den Herkunfts- und Transitstaaten sein.

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