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Rio 2016: Das traurige Erbe der Spiele

Rio 2016: Das traurige Erbe der Spiele
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Ein halbes Jahr nach den Olympischen Sommerspielen ist in Rio de Janeiro vom Glanz des größten Sportereignisses der Welt nicht mehr viel übrig. Wettkampfstätten wie die Schwimmhalle verfallen. Und auch der Fußballtempel Maracanã, der nicht nur für das olympische Fußballturnier und die Eröffnungsfeier genutzt wurde, sondern in dem zwei Jahre zuvor auch die deutsche Nationalmannschaft Weltmeister wurde, gibt ein trauriges Bild ab.




Nach Angaben des Organisationskomitees sollte Olympia der gesamten Stadt und ihrer Bevölkerung zugutekommen – die Brasilianer sind enttäuscht:

“Das ist Verschwendung. Es wurde viel Geld investiert, doch die Bevölkerung hat nichts davon”, sagt ein Mann.

Ein anderer meint: “Es ist traurig und enttäuschend. Brasilien ist ein reiches Land, doch unsere Regierung ist korrupt. Das ist schade.”

Patricia Amorin, eine bei der Präfektur von Rio für Sport zuständige Beamtin, erläutert Gründe für den Verfall der Wettkampfstätten und das traurige Erbe der Spiele: “Die Regierung hat gewechselt und einige Abmachungen mit privaten Firmen sind gescheitert. Es gab Versprechen, die nicht gehalten wurden”, so Amorin.

Die fehlende Nachnutzung von Wettkampfstätten ist neben den hohen Kosten und Umweltschäden ein wichtiges Argument von Olympia-Gegnern.