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Zypern: Welche Zukunft für die jungen Generationen?

Zypern: Welche Zukunft für die jungen Generationen?
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Von Euronews mit Euronews mit dpa, afp, reuters
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Euronews hat sich in Nikosia mit Zyprern über die wirtschaftliche und soziale Lage in der Inselrepublik unterhalten. Fünf Jahre nach der Finanzkrise sind die Meinungen geteilt.

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An diesem Sonntag wird in Zypern ein neuer Präsident in der Stichwahl gewählt. Neben der Frage, um die Teilung der Insel zwischen dem griechisch geprägten Süden und dem türkisch besetzten Norden, ging es im Wahlkampf vor allem um Wirtschaft.

Die Finanzkrise traf Zypern vor fünf Jahren. Steuern wurden erhöht, Löhne gesenkt. Vor allem das überdimensionierte Bankensystem Zyperns war betroffen: Kunden mussten sich an der Rettung ihrer Bank beteiligen.

Auch wenn Zyperns Wirtschaft heute wieder wächst, verlassen vor allem junge Menschen die Mittelmeerinsel.

"Es sind schwierige Zeiten, die Menschen haben kein Geld. Vieles, das wir, die jungen Leute, früher hatten, haben wir heute nicht mehr. Für junge Leute ist es sehr schwer ohne Geld eine Familie zu gründen. Sehr schwer", erklärt ein junger Mann in Nikosia, Hauptstadt der Republik Zypern.

Im Jahre 2013 hatte Zypern mit internationalen Geldgebern Milliarden Euro schwere Hilfskredite ausgehandelt. Drei Jahre später konnte das Land das Rettungsprogramm wieder verlassen. Die Arbeitslosigkeit sank von 16 Prozent im Jahr 2014 auf 10 Prozent Ende 2017.

Eine junge Frau meint: "Ich würde mir wünschen, dass die Arbeitslosigkeit weiter abnimmt. Viele junge Leute, die ihr Studium abgeschlossen haben, haben keine Arbeit. Ich wünsche mir, dass sie einen Job in ihrem Bereich finden. Dass neue Stellen geschaffen werden und dass wir Jungen nicht ins Ausland gehen müssen, um arbeiten zu können."

"Zyperns Wirtschaft ist wie die Grippe, sie kommt und geht wieder", sagt ein älterer Zyprer. "So einfach wie die Krise kommt, so leicht geht sie auch wieder. Deshalb schafft es Zypern immer, aus den Krisen heraus zu kommen - und wird es diesmal auch tun ."

***Aus Nikosia für Euronews, Marios Ioannou:

"Fünf Jahre nach der Wirtschaftskrise in Zypern sind die Meinungen gespalten. Auf der einen Seite glaube einige Zyprer, dass das es dem Land besser geht. Auf der anderen Seite finden aber auch viele, dass sich nichts verändert hat."

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