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Deutscher Dschihadist - mutmaßlicher Hintermann der 9/11-Anschläge - von Kurden verhaftet

Deutscher Dschihadist - mutmaßlicher Hintermann der 9/11-Anschläge - von Kurden verhaftet
Copyright REUTERS/Peter Morgan - Archiv 2001
Copyright REUTERS/Peter Morgan - Archiv 2001
Von Kirsten Ripper mit AFP, dpa
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In Syrien haben laut AFP Kurdenmilizen einen der mutmaßlichen deutschen Attentäter der Anschläge 2001 in den USA festgenommen.

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In Syrien haben kurdische Milizen offenbar einen der mutmaßlichen Hintermänner der Attentate vom 11. September 2001 in New York und Washington festgenommen. Das hat ein Kommandant der Kurden in Syrien der Agentur AFP berichtet.

"Mohammed Haydar Zammar  ist von den kurdischen Sicherheitskräften im Norden von Syrien festgenommen worden und wird zur Zeit verhört," erklärte der kurdische Befehlshaber, ohne zunächst weitere Details bekanntzugeben. 

1961 in Aleppo in Syrien geboren, lebte Mohammed Haydar Zammar, der die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, lange in Hamburg. Er wurde nach den Anschlägen in den USA im Dezember 2001 in Marokko verhaftet und an die CIA überstellt. Die Amerikaner brachten Mohammed Haydar Zammar offenbar nach Syrien. Er soll dort bis 2013 im Gefängnis gesessen haben. Doch offenbar bezweifeln Experten, dass Mohammed Haydar Zammar tatsächlich etwas mit den Anschlägen vom 11. September 2001 zu tun hat. Einige meinen, er sei Mitglied von Al-Kaida gewesen, der auch für die Terrororganisation neue Mitglieder rekrutierte, habe aber nichts von 9/11 gewusst.

Schon kurz nach den Anschlägen am 11. September 2001 in den USA stand auch Hamburg im Visier der Fahnder. Drei der vier Terrorpiloten und mindestens sechs Unterstützer gehörten nach den Ermittlungen zu der sogenannten Hamburger Zelle. Neben den Todespiloten Mohammed Atta, Marwan Alshehhi und Siad Jarrah waren dies Ramzi Binalshibh, Said Bahaji, Zakariya Essabar, Mounir El Motassadeq, Abdelghani Mzoudi sowie Mohammed Haydar Zammar.

Bereits 1998 sollen sich unter der Führung von Mohammed Atta in Hamburg mehrere Studenten getroffen und über den sogenannten "Heiligen Krieg" ("Dschihad") diskutiert haben. Spätestens bis Anfang November 1999 war daraus eine hierarchisch aufgebaute Gruppe entstanden, deren Ziel die Attentate waren. Als ihre Zentrale galt eine Wohnung im Stadtteil Harburg, wo einige von ihnen auch wohnten.

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