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Zugstrecke Turin-Lyon: Gefahr für europäisches Prestigeprojekt

Antonio Tajani bei der Besichtigung der Baustelle in Saint-Martin-la-Porte.
Antonio Tajani bei der Besichtigung der Baustelle in Saint-Martin-la-Porte. Copyright euronews
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Uneinig sind sich die Koalitionsparteien der italienischen Regierung, ob es mit dem Bau weitergehen soll. Rund zehn Prozent der Tunnelstrecke sind bereits gebohrt.

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Freie Bahn für die Hochgeschwindigkeitsstrecke TAV. Daran zumindest arbeitet das französisch-italienische Unternehmen Telt, das am Mittwoch zu einer Pressebesichtigung geladen hatte, im französischen Saint-Martin-la-Porte, dort wo gerade ein Tunnel entsteht, der das Kernstück der neuen Strecke Turin - Lyon bilden soll. Fünf Kilometer Tunnel sind bereits im Bau.

euronews-Reporter Paolo A. Valenti war vor Ort:

"Das ist die riesige Maschine, die den am Ende rund 57 Kilometer langen Tunnel in den Berg treiben soll, um das französische Lyon mit dem italienischen Turin zu verbinden. Der Tunnel durchstößt die Alpen zwischen dem Susa-Tal in Italien und Maurienne in Frankreich. Auch der Präsident des Europaparlaments ist heute dabei."

Antonio Tajani:

"Wenn wir einen Baustopp hier hinnehmen, dann bedeutet das auch, dass wir Italien zurück ins Mittelalter stoßen."

euronews:

"Werden die Arbeiten weitergehen?"

Antonio Tajani:

"Wir müssen weitermachen, ich hoffe, dass sich der italienische Vize-Ministerpräsident Salvini der Lega Partei durchsetzen und nicht zusammen mit der 5-Sterne-Bewegung abstimmen wird. Unsere Nachricht an Salvini ist: Behindern Sie nicht den Bau der Infrastruktur. Verhindern Sie lieber die schädlichen Absichten der Bewegung 5 Sterne und ihrer Minister."

Die Strecke ist Teil des Corridor-5-Projekts, das als Güterzugverbindung von Lissabon bis nach Kiew führen soll.

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