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Der Hitzesommer macht den Schweizer Gletschern zu schaffen

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Der Hitzesommer macht den Schweizer Gletschern zu schaffen

Wolken über dem Aletschgletscher, dem größten Gletscher der Schweiz.
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REUTERS/Arnd Wiegmann TPX IMAGES OF THE DAY
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Auch sie schwitzen: Der heiße Sommer macht den Gletschern in der Schweiz zu schaffen - allen voran dem Rhonegletscher im Kanton Wallis. Seit Jahren wird hier für Touristen eine Eishöhle in den Gletscher geschlagen. Mittlerweile fließt das Schmelzwasser deutlich sichtbar an den blau schimmernden Wänden herunter.

Wenn der Schnee fehlt, schmilzt das Eis

Das Problem: Wegen der hohen Temperaturen fehlt dem Gletscher schon früh im Jahr seine schützende Schneeschicht, sagt Gletscherexperte Christophe Lambiel von der Universität Lausanne: "Solange auf dem Gletscher Schnee liegt, schmilzt nicht der Gletscher, sondern der Schnee. Wenn aber kein Schnee mehr auf dem Gletscher liegt, dann schmilzt das Eis. Das passiert, wenn der Schnee fehlt: Es kann sich kein Eis mehr bilden und wir befinden uns nur noch in einem Zustand der Eisschmelze."

Auch Vliestücher können die Gletscher auf Dauer nicht retten

Dass literweise Wasser aus dem Rhonegletscher rinnt, können auch riesige Vliestücher nicht verhindern. Sie werden von Freiwilligen in jedem Sommer auf die Eismassen gelegt. Doch für viele Gletscher kommt jede Hilfe wohl zu spät, ist sich Lambiel sicher: "Schauen wir zwanzig Jahre in die Zukunft, dann werden viele kleinere Gletscher verschwunden sein."

Und auch große Gletscher sind bedroht, sagen Experten, sollten Klimaziele wie im Pariser-Abkommen nicht eingehalten werden.