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Facebook: Umbruch im Werbegeschäft

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Facebook: Umbruch im Werbegeschäft

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Mark Zuckerberg bereitet sein Unternehmen auf den großen Umbruch vor. Das Werbegeschäft hinkt, auch wenn die Zahlen für das vergangene Quartal eher gut aussahen.

Facebook-Mitglieder teilen ihre Beiträge verstärkt im kleineren Freundeskreis statt im Newsfeed, dem bisherigen Herzstück der Geldmaschine, das viel Platz für Anzeigen bietet.

Beim Geldverdienen mit Chatdiensten WhatsApp und Messenger sowie den neuen Formaten auf der Facebook-Plattform steht die Firma aber erst am Anfang. Der Wandel verlaufe weniger geschmeidig, als er es sich erhofft habe, so Zuckerberg.

Zu den neuen Formaten gehören zum Beispiel die sogenannten "Stories", bei denen Nutzer ihre Fotos und Videos für einen Tag für ausgewählte Freunde veröffentlichen. 400 Millionen User täglich sind es schon jetzt.

Facebook wurde in diesem Jahr von dem Datenskandal um Cambridge Analytica in eine Krise gestürzt. Zuletzt sorgte ein Hacker-Angriff, von dem rund 30 Millionen Nutzer betroffen waren, für Negativ-Schlagzeilen.

Diese Turbulenzen scheinen das Geschäft des Online-Netzwerks jedoch bisher kaum beeinflusst zu haben.

Bald die nächste Anhörung?

Auf Mark Zuckerberg kommt womöglich eine neue Anhörung zu. Das britische und das kanadische Parlament wollen den Facebook-Gründer gemeinsam über die Rolle des sozialen Netzwerks im Cambridge Analytica-Skandal befragen.

Damian Collins, Vorsitzender des britischen Parlamentsausschusses für Digitales und Medien, veröffentlichte auf Twitter eine entsprechende Einladung an Zuckerberg, bei der Anhörung vor einem internationalen Komitee am 27. November in London als Zeuge zu erscheinen. Eine Antwort werde vor dem 7. November erwartet.

Der Facebook-Chef war bereits vor dem EU-Parlament und dem US-Kongress befragt worden.