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Russlands neue Sanktionen sorgen in Kiew für Spott

Russlands neue Sanktionen sorgen in Kiew für Spott
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Russland zieht die Daumenschrauben weiter an und hat wirtschaftliche Sanktionen gegen über 300 ukrainische Politiker und Unternehmer verhängt. Auch rund 70 Firmen kamen auf die Sperrliste, die die russische Regierung in Moskau veröffentlichte. Bei den Einzelpersonen werden eventuelle Vermögen in Russland eingefroren.

Auf der Liste stehen unter anderen Innenminister Arsen Awakow, Verteidigungsminister Stepan Poltorak und Parlamentschef Andrej Parubij. Präsident Petro Poroschenko, Ministerpräsident Wladimir Groisman und Außenminister Pawel Klimkin sind ausgenommen.

Die meisten betroffenen Ukrainer reagierten mit Spott auf die Sanktionen, wie etwa die frühere Ministerpräsidentin Julia Timoschenko. «Putin irrt sich, wir sind nicht 300, sondern wir sind Millionen Ukrainer», sagte Innenminister Awakow. Auch Ex-Ministerpräsident Arseni Jazenjuk reagierte mit Spott. «Ich begrüße die Vertreter der Volksfront auf der Sanktionsliste des Kremls», sagte er.

Die neuen Moskauer Firmensanktionen treffen viele ukrainische Düngemittelhersteller, die auf Erdgas angewiesen sind. Außerdem sind Agrarproduzenten, Maschinenbauer und Unternehmen der Schwerindustrie betroffen.

Präsident Wladimir Putin hatte die Sanktionen im Oktober angekündigt und mit «unfreundlichen Maßnahmen der Ukraine» begründet. Dabei hatte Russland 2014 die ukrainische Halbinsel Krim annektiert und leistet Militärhilfe für die prorussischen Separatisten in der Ostukraine. Kiew wehrt sich nicht nur militärisch, sondern auch mit Einreiseverboten und Wirtschaftssanktionen.