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Russland-Untersuchung: 5 Jahre Haft für Trumps Ex-Anwalt gefordert

Russland-Untersuchung: 5 Jahre Haft für Trumps Ex-Anwalt gefordert
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Der frühere Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, hat offenbar bereits in der Frühphase des US-Präsidentschaftswahlkampfs Kontakte zwischen russischen Staatsbürgern und Trumps Umfeld geknüpft. Das berichtete FBI-Sonderermittler Robert Mueller und bezog sich dabei unter anderem auf ein Hochhausprojekt in Moskau.

Cohen habe "bedeutende Anstrengungen" unternommen, um die Ermittlungen zu unterstützen, heißt es in einem Dokument. Ferner habe Cohen zugegeben, über das Bauprojekt in Moskau zunächst gelogen zu haben. Ob der Anwalt damit Trump oder sich selbst schützen wollte, ist unklar.

Cohen hatte sich schuldig bekannt und zur Zusamenarbeit mit den Behörden bereiterklärt, um seine drohende Haftstrafe zu reduzieren. Ihm werden neben Falschaussagen und Steuervergehen unter anderem illegale Wahlkampfbeihilfen vorgeworfen. Die Anklagebehörde im Staat New York fordert für den Juristen eine Haftstarfe von fünf Jahren.

In einem weiteren Dokument bezichtigt Mueller Trumps früheren Wahlkampfmanager Paul Manafort mehrerer Unwahrheiten. Auch dabei geht es um Kontakte nach Russland. Manafort weist die Anschuldigungen zurück.

Mueller untersucht seit Mai 2017 russische Beeinflussungen des US-Wahlkmapfs zugunsten Trumps und Verbindungen Moskaus zu Trumps Wahlkampfteam. Im Kern versucht der Sonderermittler herauszufinden, ob Trump noch bis weit in den Wahlkampf hinein seine Geschäftsinteressen in Moskau weiterverfolgt hat und sich damit möglicherweise politisch erpressbar gemacht hat.

Trumps Sprecherin Sarah Sanders erklärte, die Dokumente im Fall des früheren Trump-Anwalts Cohen würden nichts von Wert enthalten, das nicht schon bekannt war.

Der frühere FBI-Direktor James Comey wurde unterdessen hinter verschlossenen Türen von einem Ausschuss des Repräsentantenhauses befragt. Dabei ging es um die Untersuchung von Hillary Clintons E-Mail-Affäre.