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2. Jahrestag: Berlin erinnert an Anschlag auf dem Breitscheidplatz

2. Jahrestag: Berlin erinnert an Anschlag auf dem Breitscheidplatz
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REUTERS/Fabrizio Bensch
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Zwei Jahre nachdem ein Attentäter mit einem Lastwagen in die Menschenmenge des Berliner Weihnachtsmarktes am Breitscheidplatz raste, versammelten sich etwa 100 Angehörige der Opfer und Bürger auf dem Breitscheidplatz. Auf den Stufen vor dem Mahnmal für die Opfer lagen mehr als ein Dutzend Kränze. Darunter waren auch Gebinde der Botschaften von Israel, Polen und Italien.

Auch Berlins Bürgermeister Michael Müller, mehrere Senatoren, die Polizeipräsidentin Berlins sowie der Opferbeauftragte der Bundesregierung war gekommen, um einen Kranz niederzulegen. Das Mahnmal - ein knapp 17 Meter langer, goldener Riss im Boden - wurde vor einem Jahr der Öffentlichkeit übergeben. Für den Abend ist eine Andacht in der Gedächtniskirche geplant, um 20:02 Uhr, zum Zeitpunkt des Anschlages vor zwei Jahren, soll die Kirchenglocke zwölf Mal schlagen.

Am 19. Dezember 2016 war der islamistische Attentäter Anis Amri mit einem Lastwagen, dessen Fahrer er getötet hatte, in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gefahren. Insgesamt wurden bei dem Anschlag 12 Menschen getötet und mehr als 70 verletzt, viele von ihnen schwer.

Ein Überlebender erinnert sich: „Vor zwei Jahren am Abend habe ich in der Glühweinbude gleich hier nebenan gestanden - mit meiner Mutter zusammen. Der LKW, der Attentäter ist durch diese Bude gefahren und hat alles zerstört. Ich bin dann schwer verletzt herausgekommen aus dieser Glühweinbude, meine Mutter ist dann hier vor Ort verstorben. Und aus diesem Grunde gedenken wir heute den Opfern. Es ist schwierig, natürlich auch für mich, diesen Ort wieder zu betreten. In den zwei Jahren bin ich ein bisschen gestärkt aus der ganzen Sache hervorgegangen. Das war mir persönlich wichtig, dass ich da auch so ein bisschen eigene Aufarbeitung betreibe. Jeder muss im Grunde seinen eigenen Weg finden."

Die Sicherheitsmaßnahmen auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz sind im zweiten Jahr nach dem Anschlag noch einmal verstärkt worden. Für rund 2,5 Millionen Euro wurden unter anderem Durchfahrsperren und Zäune errichtet.

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