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Wie im Videospiel: Italiens Polizei ermittelt in 3D

Wie im Videospiel: Italiens Polizei ermittelt in 3D
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Die Ermittler der italienischen Polizei gehen bei der Verbrechensaufklärung neue - und zwar virtuelle - Wege. Mit Hilfe von 3D-Technik sollen Tathergänge noch besser untersucht werden können, um dadurch vielleicht den entscheidenden Hinweis auf den Täter zu erhalten. Die Polizei kann sich mithilfe der Neuerungen in die Lage des Verbrechers versetzen - wie in einem Videospiel.

„Anderen europäischen Ländern sind wir einen Schritt voraus“, erläutert der Ermittler Gianpaolo Zambonini. „Wir sind jetzt nicht nur in der Lage, virtuelle Realität zu nutzen, um einen Tatort zu rekonstruieren, sondern auch um alle dortigen Gegenstände zu bewegen. In anderen europäischen Ländern werden Tatorte teilweise nachgebaut, aber nur zweidimensional, mit Gegenständen, die sich nicht bewegen, sondern starr sind. Das gleicht dem Unterschied zwischen Bild und Video. Wir stellen einen interaktiven Film her, die schießen immer noch Fotos“, sagt Zambonini.

Auch Italiens oberster Dienstherr, Innenminister Matteo Salvini, ließ sich die Errungenschaft von den Ermittlern erklären. Dank der neuen Untersuchungsmethoden sei sein Land polizeilich in Europa nun wirklich Spitze, so Salvini.