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Renault-Konzernchef Carlos Ghosn tritt zurück

Renault-Konzernchef Carlos Ghosn tritt zurück
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Der Konzernchef von Renault, Carlos Ghosn (64) ist von seinem Posten zurückgetreten. Kreise des Autoherstellers bestätigten am Donnerstag in Paris eine entsprechende Aussage von Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire. Ghosn sitzt derzeit in Japan in Haft.

Der Rücktritt Ghosns kam nicht überraschend. Le Maire hatte dies zuvor deutlich gefordert, da Ghosn aus der Haft seiner Funktion nicht nachkommen kann. Der französische Staat hält 15 Prozent der Anteile von Renault und spielt daher eine tragende Rolle.

Ist das Auto-Imperium aus Nissan, Mitsubishi und Renault in Gefahr?

Nissan, der japanische Partner von Renault, plant für Mitte April eine außerordentliche Aktionärsversammlung. Dabei solle es nur um Ghosn, dessen Nachfolge bei Renault sowie Greg Kelly, Ghosns frühere rechte Hand bei Nissan, gehen.

Ghosn war führend an der Autoallianz aus Renault, Nissan und Mitsubishi beteiligt. Er hatte 1999 von Renault kommend den Chef-Sessel bei Nissan übernommen, um den verschuldeten Konzern aus der Krise zu führen. 2005 rückte er dann auch an die Spitze von Renault.

Nur wenige Tage nach seiner Festnahme war Ghosn von Nissan und Mitsubishi als Verwaltungsratschef gefeuert worden.

Ghosn ist wegen Verstoßes gegen Börsenauflagen vor Gericht

Zusammen mit Kelly war er im November vergangenen Jahres in Tokio wegen Verstößen gegen Börsenauflagen festgenommen worden.

Ghosn wird außerdem vorgeworfen, private Investitionsverluste auf Nissan übertragen zu haben. Ghosn streitet dies ab und plädierte vor Gericht auf Unschuld.

Nissan und Mitsubishi hatten Ghosn nach seiner Festnahme als Verwaltungsratschef gefeuert.

Erst am vergangenen Freitag war bekanntgeworden, dass Ghosn unerlaubt Millionenbeträge von einer niederländischen Tochterfirma kassiert haben soll. Ghosn habe von dem niederländischen Gemeinschaftsunternehmen Nissan-Mitsubishi B.V. (NMBV) ohne vorgeschriebene Absprache mit den beiden anderen Vorstandsmitgliedern, Nissan-Chef Hiroto Saikawa und Mitsubishi Motors-Chef Osamu Masuko, rund 7,8 Millionen Euro Entschädigung erhalten, wie die beiden Renault-Partner bekanntgaben.