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US-Anklage gegen Chinas Telekom-Riesen Huawei

US-Anklage gegen Chinas Telekom-Riesen Huawei
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Unmittelbar vor Beginn einer neuen Verhandlungsrunde zum Ende des amerikanisch-chinesischen Handelskriegs haben die USA den Druck auf Peking erhöht: Das
US-Justizministerium erhob Anklage gegen den chinesischen
Telekom-Riesen Huawei und mehrere Tochterfirmen. Außerdem wurde
die Auslieferung der in Kanada festgehaltenen Tochter des Gründers beantragt,
Finanzchefin Meng Wanzhou.

Geng Shuang, Sprecher des chinesischen Außenministeriums:

"Es ist schon einige Zeit her, dass die USA ihre Staatsmacht einsetzten, um bestimmte chinesische Unternehmen zu verunglimpfen und zu unterdrücken, um ihre legitimen Tätigkeiten zu drosseln. Die Absichten sind stark politisch motiviert und manipulativ."

Dem weltgrößten Telekom-Ausrüster und zweitgrößten Handyhersteller werden Verstöße gegen Iran-Sanktionen, Geldwäsche, Betrug, Verschwörung zur Behinderung der Justiz und auch Industriespionage vorgeworfen.

Matthew Whitaker, amtierender US-Justizminister:

"Bereits 2007 haben die Mitarbeiter von Huawei vermutlich begonnen, die Beziehung des Unternehmens zu seiner iranischen Tochtergesellschaft namens Skycom falsch darzustellen. Die Mitarbeiter von Huawei sollen Bankpartnern gesagt haben, dass Huawei seine Beteiligung an Skycom verkauft habe. Das war falsch – man hatte Skycom an sich selbst verkauft."

Meng Wanzhou, Tochter des Gründers von Huawei, war am 1. Dezember in Vancouver verhaftet worden. Danach wurden zwei Kanadier in China „aus Sicherheitsgründen“ festgenommen. Chinas Außenministerium forderte die Vereinigten Staaten auf, den Haftbefehl gegen Wanzhou fallen zu lassen und die "unvernünftige Unterdrückung" chinesischer Unternehmen zu beenden.

Huawei hat 180,000 Mitarbeiter und 2018 Apple als weltweit zweitgrößten Hersteller von Smartphones überholt, vor dem Unternehmen liegt nur noch Samsung Electronics aus Südkorea.

su